Eine "Vorzeigebibliothek"

„Das ist die Zukunft“ heißt es in der Zeitschrift „Bibliotheksforum Bayern“ über die Füssener Bücherei. Foto: Stadt Füssen

„Füssen reiht sich nun in die Reihe der bayerischen Vorzeigebibliotheken ein“, urteilt die Redaktion des Bücherei-Fachmagazins „Bibliotheksforum Bayern“ in ihrem Bericht über die neu gestaltete Füssener Bibliothek. Stolz präsentierte Büchereileiterin Sabine Frey den Mitgliedern des Kulturausschusses den Artikel im Rahmen ihres Jahresberichts. „Unser Bibliothekskonzept ist aufgegangen“ bewertete sie selbst die ersten Monate nach dem Umbau.

„Bis auf die Kinderbücher blieb kein Medium an seinem Platz“, resümierte Frey die fünfwöchige Umbauzeit, in der die Bibliothek geschlossen blieb. Nun hat die Bildungseinrichtung deutlich mehr Aufenthaltsqualität und auch inhaltlich mehr zu bieten. Die neue Studienbibliothek etwa biete einen großen Bestand an Büchern über die Kulturgeschichte der Region, die bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Studienbibliothek heißt sie deshalb, weil die Werke dort nicht ausleihbar sind. Viele sind zu wertvoll und zu alt, teils auch nicht wieder beschaffbar, um sie aus der Hand zu geben. „Das Maß der Nutzung ist nicht nur durch Ausleihungen messbar“, erklärte Frey. Dennoch lassen sich die Ausleihzahlen gut an. Bei knapp 28.000 Medien kam die Bücherei im vergangenen Jahr auf über 118.000 Ausleihungen. Trotz der Schließung blieb die Zahl zum Vorjahr damit fast konstant. Vom ersten Quartal diesen Jahres berichtete sie von einer Steigerung um rund zehn Prozent. Ziel der Bücherei sei es, auf insgesamt 30.000 Bücher, CDs, DVDs et cetera zu kommen, die ideale Zahl von zwei Medien pro Einwohner sei dann erreicht. Die Bibliothek solle besonderen Wert darauf legen, Kinder an das Lesen heranzuführen, forderte 2. Bürgermeisterin Ursula Lax (CSU). Sie schlug vor, dafür eher mal eine Erwachsenenveranstaltung, wie eine Lesung, weniger zu veranstalten. Frey verwies hier auf die Personalknappheit in der Bibliothek. Sie selbst sei als einzige Mitarbeiterin qualifiziert, Veranstaltungen zur Leseförderung zu realisieren aber mit zahlreichen Verwaltungsaufgaben eingedeckt. Allerdings gebe es bereits eine gute Zusammenarbeit mit der Erich-Kästner-Schule. Ihre Hilfe bot hierbei Stadträtin Petra Schwartz (Grüne) an, die seit kurzem die Volksschule leitet. „Die Leseförderung könnte die vhs übernehmen“, so ihr Vorstoß.

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