Auf einem guten Weg

Mit einem „Schwergewicht der bayerischen Politik“ sozusagen als Stargast, wie ihn der CSU-Ortsverbandsvorsitzende von Füssen, Dr. Hans-Martin Beyer, nannte, hielten die Christsozialen der Lechstadt jüngst ihren Neujahrsempfang ab. Und so war es schließlich kein Wunder, dass der große Saal im „Haus der Gebirgsjäger“ mit gut 100 Besuchern recht ordentlich gefüllt war, als der bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder, allen anderen Gästen nicht nur „ein gutes, hoffnungsvolles und gesundes neues Jahr“ wünschte, sondern zudem unter anderem auch eine Art Plädoyer für den Freistaat hielt.

Vor einer ganzen „Bürgermeisterschar“, wie Söder in seiner rund eine dreiviertel Stunde langen Rede betonte, gab er dabei gleichfalls zu, dass er vor allem aus zwei Gründen „sehr gern nach Füssen gekommen“ sei. So wollte er dadurch erstens „meinen Respekt zollen“ für alle diejenigen im Publikum, die sich ehrenamtlich engagieren, da von ihnen „die Kraft unserer Gesellschaft kommt.“ Zum Zweiten habe die ebenfalls unter den Besuchern weilende Landtagsabgeordnete Angelika Schorer dermaßen „charmant“ ihre Überredungskünste spielen lassen, dass Söder nach eigenem Bekunden einfach nicht anders gekonnt habe, als seinen Besuch zuzusagen. Nach dieser etwas schmeichelnden Einleitung wurde Söder dann allerdings quasi ein wenig härter im Ton und kündigte 2009 als „ein schwieriges Jahr“ an, in dem „die Wolken einer der größten Wirtschaftskrisen in der Bundesrepublik überhaupt“ bedrohlich am Himmel aufzögen. Infolgedessen wünsche sich der CSU-Politiker aus Franken für die Marktwirtschaft „globale Leitplanken in Zukunft.“ Darüber hinaus unterstrich er, dass die Mitte der Gesellschaft „mehr Aufmerksamkeit verdient“ habe und machte in diesem Zusammenhang in Bezug auf seine Partei außerdem klar: „Wie sind auf einem guten Weg.“ Des Weiteren übte Söder scharfe Kritik am „Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland.“ Nachdem er so betonte, dass es „eine Wende in der Energiepolitik in Deutschland“ brauche, wand er sich dem brisanten Thema der Gesundheitspolitik zu. Und während er diesbezüglich unter anderem erklärte, dass es „Spitzenmedizin nicht zum Nulltarif“ geben könne, prangerte er an, dass das deutsche Gesundheitswesen „einen fatalen Gang“ nehme. Bevor er dann schließlich feststellte, dass es „kein schöneres Land auf der Welt als Bayern“ gebe, hob er den allgemeinen Standpunkt der CSU mit den Worten hervor: „Es kommt darauf an, dass diese Gesellschaft neben der wirtschaftlichen auch die soziale und christliche Dimension erhält.“ lex

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