Mit einem Schlag

Ein freundliches „Prost“! Wolfgang Schopper, Paul Iacob und Hans-Joachim Engelhaupt (v. l.) genehmigten sich einen Schluck „Salvator“. Foto: lex

Nachdem er „als Zugereister aus dem Hohen Norden“ im vergangenen Jahr noch auf´s Derblecken verzichtet hatte, präsentierte sich der Kommandeur des Gebirgsaufklärungsbatallions 230, Oberstleutnant Hans-Joachim Engelhaupt, beim diesjährigen Starkbieranstich im „Haus der Gebirgsjäger“ bestens auf diese bayerische Tradition vorbereitet. So zog er bei dem vom Kuratorium der katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenfürsorge veranstalteten Salvatoranstich dermaßen „vom Leder, dass hier gleich die Wände wackeln“, wie er zuvor spaßig angekündigt hatte.

So hatte Engelhaupt die Lacher der etwa 150 Besucher im Saal anschließend voll und ganz auf seiner Seite mit seinem rhetorischen Kniff des „Präteritums“, dessen er sich bei seiner launigen Rede in weiten Teilen bediente. Und weil er eben nicht „der Barnabas vom Galgenbichl“ sei, habe Engelhaupt dabei ausdrücklich nicht gefragt, „wann Bürgermeister Paul Iacob endlich mal zum Friseur“ gehe. Genausowenig wollte er die Fragen gestellt haben, „wann ein Tunnel unter der Stadt gelegt“ werde, um den überirdischen Verkehr zu entlasten, oder ob die Bundeswehr „den Hauptbahnhof mal für eine Sprengausbildung nutzen“ könnte. Mit seinem laut eigener Aussage nur „angedeuteten Derblecken“ gab Oberstleutnant Engelhaupt Füssens Bürgermeister Paul Iacob dabei eine hohe Hypothek in Sachen Unterhaltung mit auf den weiteren Weg des Abends, den Iacob jedoch anschließend ähnlich souverän meisterte wie Engelhaupt vorher. Demzufolge gelang es ihm, das von Wolfgang Schopper von der Paulaner-Brauerei herangeschaffte 57-Liter-Holzfass voller Fastengetränk mit einem einzigen Schlag mit dem Schlegel anzustechen.

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