Kabel Deutschland rüstet Verteilerkästen in der Lechstadt auf

Schnelles Internet für Füssen

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Füssens Bürgermeister Paul Iacob (v.l.) drückt zusammen mit Samuel Müller, Gebietsmanager Kommunen, Dirk Schäffer, Vertriebsleiter Fachhandel, Roland Lang, Vertriebsbeauftragter Fachhandel, und Gisela Bauer, Regionale Pressereferentin (alle von Kabel Deutschland) den symbolischen Startknopf für das schnelle Internet.

Füssen – Schnelles Internet von bis zu 100 Mbit/s steht ab sofort rund 10.000 Haushalten in Füssen zur Verfügung. Das gab am Dienstag Bürgermeister Paul Iacob (SPD) zusammen mit Gisela Bauer, Regionale Pressereferentin von Kabel Deutschland, im Rathaus bekannt.

Kabel Deutschland hat in den vergangenen Monaten seine Verteilerkästen in Füssen aufgerüstet, so dass jetzt über das TV-Kabelnetz Breitband-Internet mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu sechs Mbit/s im Upload zur Verfügung stehen. 

Die Mutter surft im Internet, der Vater gestaltet ein Fotobuch und die Tochter chattet mit Freunden – wenn mehrere Personen gleichzeitig im Internet surfen, besteht bei einem langsamen Internetanschluss „Staugefahr“. Denn die Nutzer teilen sich die zur Verfügung stehende Bandbreite. Bisher stand den Füssenern über das TV-Kabelnetz ein Breitband-Internet mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 32 Mbit/s und einen Upload von bis zu zwei Mbit/s zur Verfügung. Zukünftig werden das 100 Mbit/s im Download und sechs Mbit/s im Upload sein. Denn Kabel Deutschland hat in den vergangenen Monaten seine Verteilerkästen aufgerüstet, die das Signal in die Glasfaserkabel im Boden übertragen. So soll es auch bei weiter entfernten Haushalten zu „keiner Bildminderung“ kommen, so Bauer. Den Ausbau habe allein Kabel Deutschland finanziert, „ohne dass die Kommune, was dazuzahlen muss“, so Bauer. 

"Das Fernsehkabel kann noch viel mehr" 

Gisela Bauer 

Grundsätzlich können jetzt alle Haushalte im Füssener Stadtgebiet, in Eschach, Hopfen und Weißensee das schnelle Internet nutzen, die einen aktiven Kabelanschluss haben. Anschließend müssen sie aber einen Vertrag bei Kabel Deutschland abschließen, dessen Mitarbeiter dann eine sogenannte Multimediadose und ein Modem installieren. Die Downloadgeschwindigkeit von 100 Mbit/s sei aber noch nicht „das Ende der Fahnenstange“, erklärte Bauer. Denn das „Fernsehkabel kann noch viel mehr. Wir könnten auch 400 Mbit/s schalten, aber der Otto-Normalverbraucher hat kaum die Hardware dafür“, sagte die Pressereferentin. Das sei aber wichtig, weil immer mehr internetfähige Geräte in die Haushalte einziehen. 

Neben dem Computer kann man schließlich auch mit dem Smartphone, dem Tablet oder auch dem Fernseher surfen. Daneben hat Kabel Deutschland vier Wlan-Hotspots in Füssen eingerichtet. In der Schießhausgasse, in der Wachsbleiche, in der Von-Freyberg-Straße 26 und in der Marienstraße kann jetzt jeder eine halbe Stunde kostenloses das Internet nutzen. „Das macht eine Stadt attraktiv. So können die Japaner, wenn sie von Neuschwanstein kommen, ihre Bilder gleich nach Japan schicken“, so Bauer. Dafür müssen sie nur die Nutzungsbedingungen akzeptieren. 

Schnelles Internet als Wirtschaftsförderung 

Er sei froh, dass die Stadt in den vergangenen Jahren aufgerüstet und Glasfaserkabel verlegt habe, erklärte Bürger-meister Paul Iacob (SPD). Das sei schließlich auch Teil der Wirtschaftsförderung. Denn so gut wie jeder arbeite heutzutage mit dem Internet, selbst Landwirte. Deshalb sei die Stadt „offen für alle gewesen“, die in Füssen schnelles Internet anbieten wollen, so Iacob. 

Das bietet Kabel Deutschland nicht nur in der Lechstadt sondern auch in Pfronten, Oy-Mittelberg, Nesselwang, Wertach und Schwangau an. Wer sich persönlich über das schnelle Internet informieren will, kann sich laut Bauer an den Telecom Shop in der Ritterstraße 7 oder an Expert Allgäu im Moosangerweg 12 wenden.

Katharina Knoll

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