Einkaufen am Theresienhof

Füssen soll bald um eine Einkaufszone reicher sein: Wie Bürgermeister Paul Iacob am Donnerstag gegenüber dem KREISBOTE bestätigte, sollen auf dem so genannten Theresienhof nun definitiv Läden entstehen. Der erhoffte Groß-Textiler ist jedoch nicht dabei.

Auf rund 3500 Quadratmetern sollen die Menschen künftig an der Theresienstraße, im Winkel zwischen Sparkasse und dem Hotel Hirsch einkaufen können. Das habe der Stadtrat in seiner nicht-öffentlichen Sitzung am Mittwochabend „mit großer Mehrheit beschlossen“, so der Bürgermeister. Bauen soll das Einkaufszentrum die Firma Geiger. Kein großer Gebäudekomplex, sondern mehrere Einzelgebäude, am liebsten mit Satteldach, die sich in die Landschaft einfügen, sollen entstehen, erklärte Iacob. Bislang hatte der Stadtrat sich erhofft, eine Textil-Kette mit großer Zugkraft dort ansiedeln zu können. Am besten eine derer mit zwei Buchstaben – H&M, C&A oder K&L. Doch die wollten nicht und wären nur für einen Platz in der Reichenstraße zu begeistern gewesen (der KREISBOTE berichtete). Zwar stehen konkrete Namen für Geschäfte im Raum, die künftig jenseits der Sebastianstraße ihre Waren feilbieten sollen, noch seien aber keine Verträge unterschrieben und deswegen noch nichts Spruchreif. Auch wenn es keiner der ursprünglichen Wunschkandidaten ist, ein Textiler soll kommen, ebenso wie ein Supermarkt und eine Drogerie, bestätigte Iacob. Wann genau es soweit sein wird, das ist noch unklar, „wir haben keine Zeitschiene“, so der Bürgermeister. Die Frage der Erschließung überlässt er dem Bauherren. „Wir müssen die Fußgänger herüber und hinüber bringen. Das ist die Hausaufgabe der Firma Geiger, uns dürfen keine Kosten entstehen“, erklärte Iacob. Geparkt werden soll unterirdisch, die benachbarte Tiefgarage soll erweitert werden. Hier bestünde die letzte Möglichkeit, das Parkplatzproblem an einem anderen Schauplatz zu entschärfen, nämlich im angrenzenden Wohngebiet Kernstadt Nord. Tiefgaragen unter den charakteristischen Höfen des über 100 Jahre alten Wohnviertels würden nach Expertenmeinung das historische Ensemble zerstören. Sie sind laut Iacob jedoch die einzige Lösung. Daran, dass die zahlreichen Wohnungsbesitzer des Gebiets sich an der Theresienhof-Tiefgarage beteiligen, um dort Parkplätze für sich zu bekommen, glaubt er nicht.

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