Einkaufszentrum nur mit Ampel

Ein virtueller Blick über die Sebastianstraße: Neben dem Sparkassengebäude (links) und dem Hotel Hirsch (rechts) hinter dem Tiefgaragenabgang soll die Einkaufsmöglichkeit „Theresienhof“ entstehen. Dass das Gebäude einmal exakt so aussehen wird, ist jedoch fraglich. Zumindest ein Ziegeldach scheint wahrscheinlicher. Animation: Degle.Degle Architekten

„Eine Signaliserung muss her“, meinter Verkehrplaner Markus Schaible am Dienstag vergangener Woche im Stadtrat. Sprich: Eine Ampel soll an der Einfahrt zur Theresienstraße gebaut werden, in deren Nähe das Einkaufszentrum Theresienhof entstehen soll. Ob es dann nicht zu Stau oder gar Unfällen kommt, wollten einige Räte wissen. Nein, erklärte Schaible, und verwandte immer wieder das Stichwort „Intelligenz“ - gut koordiniert sollen die Ampeln an der Theresiensraße, am Maximilian-Platz und auch die Bedarfsampel in der Sebastianstraße sein, so soll es nicht „krachen“, wie Stadtrat Klaus Keller (FW) befürchtete und auch keine Staus entstehen, trotz zunehmenden Verkehrs.

Eine Verkehrsinsel scheint indes vom Tisch. „Eine Querungshilfe ist bei der Koordinierung nicht sinnvoll“, erklärte Schaible. Keine Verbesserung in der Anbindung für Fußgänger gegenüber bisherigen Plänen sah hingegen Stadtrat Klaus Keller (FW), der mit seinen Fraktionskollegen Dr. Anna Derday und Michael Wollnitza sowie Magnus Peresson (UBL) die Zustimmung verweigerte. Die Fußgänger gelte es, über den Siebensteinbrunnen in die Stadt zu führen, meinte Stadtrat Niko Schulte (CSU). Der zu erwartende Lärm bleibe innerhalb des Erlaubten, erläuterte Gutachter Dr. Thomas Hils. Zudem gehe der Lärm zum Großteil im allgemeinen Stadtlärm unter. Die Lieferzone werde vollständig eingehaust, „wir sind deutlich unterhalb der Schwellwerte“, gab er an. Dennoch: Eine Lösung, bei der anliefernde Lkws nicht wenden sondern zur einen Seite rein und zu anderen wieder rausfahren, würde sich Hans Lipp, Geschäftsführer der Firma Geiger, zumindest einmal anhören, wie er Stadtrat Dr. Martin Metzger (Bürger für Füssen) bestätigte. „Wir wollen nicht ständig Probleme mit den Nutzern oder den Nachbarn“, versicherte Lipp. Man sei ohnehin in Gesprächen mit den Anwohnern, wie Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht berichtete. Von denen seien längst nicht alle per se dagegen, wenn auch einige die Situation im Auge behalten wollen. Auch wenn es nicht Kernpunkt der Diskussion war: Auch die Architektur des Gebäudes, das dort einst Geschäfte beherbergen soll, wurde diskutiert. Architektin Annette Degle warf eine Computeranimation an die Wand, die zeigte, wie der Theresienhof aussehen könnte (Siehe Titelseite dieser KREISBOTE-Ausgabe). Allerdings deutet sich an, dass Dachform und -farbe so wohl nicht bleiben werden. Zumindest ein rotes Ziegeldach scheint nach der Diskussion wahrscheinlicher, als ein graues Blechdach. Mit 17:4 erteilte der Rat der Verwaltung den Auftrag, noch die nötigen Grundstücksverhandlungen zu führen und einen städtebaulichen Vertrag zu erarbeiten.

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