Einsatz mit viel Engagement

Insgesamt 23 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens erhielten kürzlich die Kommunale Verdienstmedaille in Silber und Bronze für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung. Darunter war auch Landrat Johann Fleschhut, der die Medaille in Bronze erhielt. Gleichzeitig wurde auch Oswald Kainz aus Nesselwang mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Überreicht wurde die Medaille von Innenminister Joachim Hermann.

„Johann Fleschhut (53) aus Seeg, Landkreis Ostallgäu, hat sich als erster Bürgermeister und Landrat mit besonderem Engagement für den Markt Bad Grönenbach und den Landkreis Ostallgäu eingesetzt“, betonte Hermann in seiner Laudatio und führte aus, dass Fleschhut als erster Bürgermeister 15 Jahre lang mit hohem persönlichen Einsatz, Weitsicht und Zielstrebigkeit die Entwicklung des Marktes entscheidend gefördert habe. Schwerpunkte setzte Fleschhut bei der Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Ausweisung neuer Gewerbegebiete. Durch die Anerkennung als Kneipp-Heilbad wurde der Markt auch als Kur- und Gesundheitsort gestärkt. Im Kreistag Unter- allgäu wirkte Johann Fleschhut zwölf Jahre tatkräftig und fachkundig als Kreisrat, bevor er 2002 zum Landrat des Landkreises Ostallgäu gewählt wurde. Hier richtet er sein besonderes Augenmerk darauf, Schulden konsequent abzubauen, so Hermann. Offensiv kämpft er für den Erhalt aller fünf Klinikstandorte im Ostallgäu, um eine wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Mit einer detaillierten Jugendhilfeplanung, einem Sozialen Bürgerbüro und einem seniorenpolitischen Gesamtkonzept hat er den Landkreis auf sozialem Gebiet geprägt. Von besonderer Innovationskraft des Land- kreises zeugen die mit Preisen ausgezeichneten Projekte, wie etwa „Allgäuer Moorallianz", „Vernetzter Bebauungsplan" oder die Internet- Themenportale des Landkreises. Seit dem Jahr 2008 vertrete Fleschhut nachhaltig die Interessen der Region auch im Bezirkstag Schwaben, so Hermann weiter. „Oswald Kainz (71) aus Nesselwang engagierte sich 36 Jahre lang tatkräftig und zielstrebig für die Belange des Marktes Nesselwang sowie des Landkreises Ostallgäu“, würdigte Hermann das Engagement des 71-Jährigen und führte in seiner Laudatio aus, dass Kainz nach 24 Jahren als erster Bürgermeister (1972 bis 1996) auf zahlreiche Maßnahmen zurückblicken könne, die ganz wesentlich dazu beigetragen hätten, dass sich die Marktgemeinde zu einem „aufstrebenden Mittelzentrum“ entwickelt habe. Durch Projekte wie zum Beispiel die Ausweisung mehrerer Gewerbegebiete, den Bau einer Kläranlage, die Erweiterung der Schulgebäude und die Errichtung von Gebäuden für die Feuerwehr und den Bauhof konnte während seiner Amtszeit die Infrastruktur des Marktes Nesselwang deutlich verbessert und das Wachstum des Ortes gefördert werden, so der Innenminister. Unter Kainzs Federführung wurden ein neues Heimatbuch herausgegeben, die Gemeindeverwaltung umstrukturiert und Freizeit- und Sportanlagen hergestellt. Die kontinuierliche Entwicklung der Marktgemeinde zu einem beliebten Fremdenverkehrsort sei ebenfalls seiner Initiative zu verdanken. „Oswald Kainz hat den Markt Nesselwang durch sein kommunalpolitisches Wirken erfolgreich voran gebracht“, sagte Hermann. Von 1990 bis 2008 war Kainz auch als Kreistagsmitglied im Ostallgäu tätig und bereicherte, laut Hermann, das Gremium mit „seiner Erfahrung und seinem Sachverstand“.

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