Sondersitzung: Gemeinderat sagt "ja" zur neuen Tourismus-Strategie für Pfronten

Konzept nimmt nächste Hürde

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Der alljährliche Viehscheid ist ein großer Tourismusmagnet für Pfronten.

Pfronten – Einstimmig hat der Gemeinderat am Montagabend in einer Sondersitzung das neue Tourismus-Leitbild angenommen.

Das Konzept skizziert die geplante Entwicklung des Tourismus in der 13-Dörfer-Gemeinde bis 2025. „Es liegt jetzt nur an uns“, appellierte Heinz Heer (FW) nun auch Taten folgen zu lassen. Voraus gegangen war die detaillierte Vorstellung des neuen etwa 40 Seiten starken Tourismuskonzepts durch Franz Schmidt von der Klagenfurther Agentur Inventschmidt. 

Erarbeitet wurde das Dossier, wie bereits mehrfach berichtet, zusammen mit Pfrontener Gastronomen, Vermietern und Mitgliedern des Gemeinderates. Schmidt zufolge war es vor allem wichtig, sowohl die Gäste als auch die Einheimischen bei der Ausarbeitung des Strategiepapiers mit einzubeziehen, denn nur in der Atmosphäre eines funktionierenden Miteinanders könne glaubwürdiger, erfolgreicher Tourismus geschaffen werden, der den Gast überzeuge.

 Erkenntnisse und Kernpunktete der neuen Tourismus-Strategie sind unter anderem:

 • Pfronten braucht dringend eine Erneuerung der Infrastruktur. • Entspannungsangebote fehlen bis jetzt gänzlich.

 • Angebote bei schlechtem Wetter bzw. Schneemangel müssen schnellstens geschaffen werden.

 • Pfronten braucht Alleinstellungsmerkmale. „Es muss etwas Besonderes geschaffen werden, das es so nur in Pfronten gibt“ betonte Schmidt.

 • Pfronten muss die Chance ergreifen und sein touristisches Angebot in den neuen Medien wie Internet usw. stärker verbreiten. 

 • Pfronten muss Sehnsüchte beim Gast erwecken und diese dann auch mit einem entsprechenden Angebot befriedigen. 

Die Gemeinderäte zeigten sich überzeugt vom Vorgetragenen. Pfronten könne sich glücklich schätzen, einen solchen Planer für den Tourismus gefunden zu haben, hieß es unter anderem. Daher stimmten die Räte dem neuen Tourismuskonzept einstimmig zu. „Es liegt jetzt nur an uns“, so Heinz Heer von den Freien Wählern. „Wir müssen jetzt Butter bei die Fische geben und schnellstmöglich Geld in die Hand nehmen und Taten folgen lassen!“

Bürgermeisterin Michaela Waldmann versprach allen Anwesenden abschließend, einen ausführlichen Aktionsplan durch die Gemeindeverwaltung erstellen zu lassen und diesen so bald wie möglich der Öffentlichkeit vorzustellen. Gäste und Einheimische sollten das neue Konzept gleichermaßen mittragen, appellierte Waldmann abschließend.

rf

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