Prozesse sollen fortgesetzt werden

Jugend: Schwangauer prüfen die Umsetzung ihrer Wünsche

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Rege diskutieren die Schwangauer Jugendlichen im Schlossbrauhaus, wie ihre Ziele und Wünsche umgesetzt werden können.

Schwangau – Die Projektstelle „What`s up?“ des Kreisjungendrings (KJR) hat jetzt alle 14 bis 27-jährigen Schwangauer sowie Bürgermeister Stefan Rinke und die Jugendbeauftragten der Gemeinde eingeladen, um über die Umsetzung der auf der ersten Jugendkonferenz gesammelten Ideen zu diskutieren.

Vor allem das Thema Eislaufen sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Während bei der Jugendkonferenz Ende Oktober (der Kreisbote berichtete) hauptsächlich die Ideenfindung im Vordergrund stand, war Ziel des zweiten Treffens die Diskussion über Umsetzungsmöglichkeiten für die Ideen der Jugendlichen.

 Einer der fünf vollbesetzten Thementische war der „Eisplatz“. Die Schwangauer Jugend wünscht sich wieder eine Eisbahn am Schlossbrauhaus wie im vergangenen Winter. Dem Argument der täglichen intensiven Nutzung durch die Jugendlichen stehen die hohen Kosten und ökologische Aspekte gegenüber. Am Ende der Diskussion stand die Einigung, dass vorerst ein Ausweichplatz auf einem naheliegenden See gesucht werden soll, sodass die Jugend Schlittschuhlaufen kann. Für den Winter 2019/20 wollen die Mädchen und Jungen aber dran bleiben und weitere Konzepte für einen Eisplatz in Schwangau erarbeiten. 

Ein weiteres Thema des Abends war die „Einheimischen-Card“. Die Jugend im Dorf der Königsschlösser kritisiert, dass sie durch den Tourismus oftmals hohe Preise bezahlen müsse und Angebote im Ort daher wenig bis gar nicht nutzen könnten. Bürgermeister Rinke entgegnete, dass seiner Erfahrung nach ähnliche Karten nur bedingt funktionieren. Er halte es für sinnvoller, sich an einzelnen Angeboten zu orientieren. Zum Beispiel eine vergünstigte Schlossführung einmal im Jahr oder einen Jugendnachmittag in der Therme. Weitere Angebote sollen nun gesucht werden, so das Ergebnis der regen Diskussion. 

Anna Heiland und Mirko Zeisberg vom KJR Ostallgäu weisen in diesem Zusammenhang auf die Online-Plattform Padlet hin, die zur Ideenfindung genutzt werden kann. Hier können alle jungen Menschen konkrete Ideen für vergünstigte Aktionen für Schwangau online stellen. Danach folgt ein weiteres Treffen, um in die Umsetzung gehen zu können. Am dritten Tisch des Abends diskutierten die Jugendlichen über den Wunsch nach einem Jugendraum. Zur Weiterbearbeitung dieses Themas soll in einem erneuten Treffen der KJR Erfahrungen mit andren Jugendräumen im Landkreis sammeln und schildern, um über Möglichkeiten, Risiken und Chancen eines Jugendraums für Schwangau zu informieren.

Suche nach Plätzen

Weiterhin stimmten die Teilnehmer in der Jugendkonferenz im Oktober für einen Grillplatz ab. Auch hierzu wurde an einem Thementisch intensiv diskutiert. Welcher Ort wäre möglich? Wie können wir Müll vermeiden? Wie kann der Brandschutz eingehalten werden? Ergebnis: Die Jugendlichen sollen jetzt Fotos von geeigneten Plätzen machen, um in einem weiteren Treffen konkretere Pläne zur Umsetzung ausarbeiten zu können. 

Als fünftes Thema wurde im Oktober der ÖPNV genannt. Die jungen Schwangauer bemängeln schlechte Verbindungen und zu hohe Kosten. So sei Bus- und Bahnfahren schlichtweg unattraktiv für junge Menschen und werden dementsprechend wenig genutzt. Jetzt waren allerdings keine Jugendlichen anwesend, die dieses Thema weiter bearbeiten möchten. So wird es zunächst einmal bis zur nächsten Jugendkonferenz zurückgestellt.

kb

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