Messungen beginnen

Elektrizitätswerke installieren Kameras für digitale Verkehrslenkung in Füssen und Schwangau

+
Mitarbeiter der Elektrizitätswerke Reutte beim Installieren einer Kamera an der Ecke Sebastianstraße/Theresienstraße.

Füssen – Der erste Schritt, um das Füssener Verkehrsproblem zu lösen, wurde jetzt gemacht: Mitarbeiter der Elektrizitätswerke Reutte haben die Kameras installiert, die die Verkehrslage zwischen Füssen und Schwangau messen sollen, um eine digitale Verkehrslenkung zu ermöglichen.

Das gibt jetzt die Füssener Stadtverwaltung bekannt.

Es ist eines der Projekte, an dem Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) nach eigenen Angaben bereits seit drei Jahren tüftelt: Die Verbesserung des Verkehrsflusses in Füssen von bzw. nach Schwangau durch ein digitales Ampelsystem mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Das soll zur Stauentlastung in Schwangau und Füssen führen (derKreisbote berichtete mehrfach).

Nun ist der erste Schritt zur Umsetzung gemacht. Wie die Stadtverwaltung bekannt gibt, haben Mitarbeiter der Elektrizitätswerke Reutte die für das Projekt nötigen Kameras in Schwangau und Füssen installiert. Bürgermeister Eichstetter freut sich, dass nun die praktischen Schritte des Projekts beginnen: „Die digitale Verkehrslenkung mit Hilfe künstlicher Intelligenz bringt einen echten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Gäste, denen die hohe Verkehrsbelastung seit Jahren ein Dorn im Auge ist.“ 

Der Füssener Stadtrat hatte im Juni in nichtöffentlicher Sitzung die Bernard Gruppe ZT aus Stuttgart mit der Planung und Vorbereitung des Projekts beauftragt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 41.000 Euro. Der Freistaat fördert das Projekt in Höhe der Hälfte der Kosten, die restlichen Kosten werden nach einem berechneten Gewichtsschlüssel auf die Kommunen aufgeteilt.

Intelligente Vernetzung

Die Installation der Kameras ist nach Angaben der Stadt nötig, um den ersten Baustein einer ganzheitlichen Verkehrslösung – nämlich die digital vernetzte Ampelsteuerung mit Hilfe künstlicher Intelligenz – zu setzen. Bei der digitalen Steuerung werden die Ampeln von der Autobahnabfahrt bis nach Schwangau intelligent vernetzt, um eine grüne Welle im Stadtkern zu ermöglichen. Die Anlagen registrieren künftig eine Tunnelblockabfertigung, erkennen Berufsverkehr und identifizieren Fahrradfahrer und Fußgänger, so dass sie sich diversen Situationen automatisch anpassen und entsprechend intelligent schalten. Dadurch steuern, regeln und strukturieren sie die Verkehrslage in Füssen – und das in Echtzeit.

Diese Vorbereitungen sollen bis Januar dauern und werden anschließend dem Stadtrat vorgestellt.

kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verkehrsausschuss spricht sich für zwei Bedarfsampeln in der Kemptener Straße aus
Verkehrsausschuss spricht sich für zwei Bedarfsampeln in der Kemptener Straße aus
Füssener Fachklinik Enzensberg ist auf den Ernstfall vorbereitet 
Füssener Fachklinik Enzensberg ist auf den Ernstfall vorbereitet 
Neues Fahrzeug für die Helfer
Neues Fahrzeug für die Helfer

Kommentare