Naturparkhaus Klimmbrücke kommt

Alle die mit dem Projekt „Naturparkhaus“ verbunden sind, unter ihnen Vertreter der 24 Gemeinden der Naturparkregion Tiroler Lechtal, freuen sich gemeinsam mit Elmens Bürgermeister Heiner Ginther (8. von rechts) über den Baubeginn des zukunftsträchtigen Projekts. Foto: ed

Elmen – Für ein Projekt der besonderen Art fiel vergangene Woche der Startschuss: Mit dem Naturparkhaus auf der Klimmbrücke über den Lech im Gemeindebereich Elmen wird nach dem Besuchzentrum auf der Ehrenberger Klause wieder ein Markstein in der Entwicklung des Naturparks Lechtal gesetzt.

Mit einem Aufwand von 935.000 Euro wird das Naturparkhaus direkt auf der Klimmbrücke innerhalb eines Jahres in Holzbauweise errichtet. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2014 terminiert. Die Gelder kommen mit 654.500 Euro aus dem Sonderförderungsprogramm des Landes Tirol sowie aus dem Naturschutzfonds in Höhe von 280.500 Euro. Rechtlicher Bauträger ist die Gemeinde Elmen, da sich die Brücke in ihrem Besitz befindet. Bei ihr liegt auch die finanzielle Verantwortung. 

Das in Holzbauweise errichtete Naturparkhaus sitzt auf der Stahlplattform und wird in Niedrigstenergiehaus-Qualität (Gebäudehülle) errichtet. Hochgedämmte Boden-, Wand- und Deckenelemente sollen aus baubiologisch unbedenklichen Materialien hergestellt werden. Ein extensiv begrüntes Dach dient der landschaftlichen Integration. Am Brückentragwerk sind Strom, Wasser und Kanalleitungen befestigt, an die direkt für die Versorgung und Entsorgung des Gebäudes angedockt werden kann. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über eine Wärmepumpe, inklusive Tiefenbohrung, sowie eine Photovoltaikanlage. 

„Für den außergewöhnlichen Bauplatz mit seinem 250 Quadratmeter großen Haus wird eine Plattform auf der Brücke errichtet. Zur Plattenbefestigung werden so genannte Piloten mit einer Länge von 14 Metern in den Boden gerammt. Darauf kommen Stahlstreben, die als Träger der Plattform fungieren, auf der das Haus dann stehen wird“, so Architekt Armin Walch. 

„Eine lange Odyssee geht heute zu Ende“, freute sich Elmens Bürgermeister Heiner Ginther, der zum Anlass des Baubeginns eine ganze Reihe an Ehrengästen wie LHstv. Ingrid Felipe, Kultur-Landesrätin Dr. Beate Palfrader sowie Hofrat Dr. Dietmar Schennach begrüßen konnte. Alle Beteiligten waren sich über die Tatsache einig, dass dieses Bauwerk nicht nur am richtigen Platz steht, sondern auch touristisch große Aufmerksamkeit erhalten wird. 

In dem Haus sind neben einem Seminarraum, einem Labor sowie Büros für die Mitarbeiter untergebracht. Das doppelstöckige Gebäude ist im unteren Teil barrierefrei. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über eine Wärmepumpe, inklusive Tiefenbohrung, sowie eine Photovoltaikanlage. ed

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