Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Bis Ende des Jahres soll der Umbau der Kindertagesstätte "Sternschnuppe" abgeschlossen sein

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Gut voran gehen nach Angaben der Füssener Stadtverwaltung derzeit die Umbauarbeiten an der Kindertagesstätte Sternschnuppe.

Füssen – Die Arbeiten in der Kita „Sternschnuppe“ schreiten derzeit gut voran. Das teilt die Füssener Stadtverwaltung mit. Demnach liegen die voraussichtlichen Kostenannahme aktuell nur ein Prozent über der Kostenberechnung. Auch der Zeitplan werde eingehalten, so die Stadtverwaltung.

Der Umbau soll voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Nachdem Handwerker den Rohbau erstellt und die Fenster im Anbau montiert haben, sind sie derzeit mit der Rohinstallation für die Heizungs- und Sanitäranlage beschäftigt. Die Herausforderungen durch den Umbau meistern sowohl Erzieherinnen und Eltern als auch Architekten und Handwerkern bislang gut, heißt es dazu.

Im Herbst 2018 war deutlich geworden, dass die Kindertagesstätte Sternschnuppe umgebaut werden muss (der Kreisbote berichtete). Eine Sachverständige für Brandschutz hatte festgestellt, dass weder eine sichere Rettungswegführung ins Freie, noch die geforderte Feuerwiderstandsdauer der tragenden und aussteifenden Wände vorhanden ist. Deshalb musste die Stadt sofort handeln. „Denn unsere Kinder sind das höchste Gut, das wir haben“, so Bürgermeister Paul Iacob (SPD).

Bauliche Mängel

Bereits vor einem Jahr sollte unter anderem ein direkter Fluchtweg aus dem Schlafraum der Krippe ins Freie, den das Landratsamt Ostallgäu gefordert hatte, geschaffen werden. Bei der Vor- und Detailplanung der dazu notwendigen Maßnahmen kamen aber immer mehr bauliche Mängel zum Vorschein, die den sicheren Betrieb der Kinderkrippe gefährdeten. Dazu gehörte beispielsweise eine absturzsichere Verglasung.

Um die Sicherheit der Kinder und der Erzieherinnen sowie den Betrieb der Kindertagesstätte zu gewährleisten, beschloss der Stadtrat im Januar 2019, aufwändige Maßnahmen zu umgehen, indem sie die Kinderkrippengruppe in das Erdgeschoss verlegen. Das Architekturbüro Martin+Brenner hatte dies in seiner Planung vorgeschlagen.

Knapp 60.000 Euro

Da die Kindertagesstätte erst im Jahr 2000 in Betrieb gegangen ist, war die Verärgerung über die jetzt schon nötigen Umbauarbeiten groß. Trotzdem war allen klar: Sicherheit geht vor. Die Kosten, die dabei auf die Stadt zukommen würden, schätzte das Rathaus auf knapp 600.000 Euro. Den Bauantrag genehmigten die Stadträte im Juni 2019, im Oktober 2019 liefen die Umbauarbeiten an.

Einen Monat später gab der Stadtrat weitere Arbeiten wie die Küchenerweiterung mit Einbaumöbeln, den Umbau des Behinderten-WC, die Verglasungen im ersten Obergeschoss, den Einbau eines Schlafraums und einer selbstreinigendes WC/Hygienebrille frei. Außerdem beauftragte er zusätzlich die Elektro-Fachplanung. Die Gesamtkosten erhöhten sich damit auf nunmehr rund 735.000 Euro.

Verschiebung wegen Corona-Krise möglich

Nach Angaben der Füssener Stadtverwaltung soll der Umbau bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Aufgrund der Corona-Pandemie könnten sich jedoch terminliche Verschiebungen ergeben. Bürgermeister Iacob freut sich, dass die Stadt auch bei diesen Bauarbeiten viele Betriebe und Unternehmen aus der näheren Umgebung beauftragen konnte.

Planungstechnisch sei der Umbau eine Herausforderung. Neben der Betreuung der Kinder müsse gleichzeitig die Wasser- und Stromversorgung, der Toilettenbetrieb und die Essensversorgung für die Kinder aufrechterhalten werden. Die Bauverantwortlichen teilten das Projekt dafür in vier Abschnitte ein, damit der Alltagsbetrieb weitgehend störungsfrei ablaufen kann. Im ersten Abschnitt wurde der Anbau neu errichtet. Im zweiten Abschnitt soll schließlich der Bestand im Erdgeschoss umgebaut werden. Danach ist für Mitte August der Umzug geplant, bevor in der vierten Phase der Bestand im Obergeschoss umgebaut werden soll.

kb

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