Endspurt zur Landesausstellung

Die Vorbereitungen für die Landesausstellung Bayern-Italien gehen in die heiße Phase: Mit der symbolischen Schlüsselübergabe am vergangenen Donnerstag hat das Haus der Bayerischen Geschichte nun offiziell das Kommando im Kloster St. Mang übernommen. Der Millionen Euro teure Umbau der Räume nähert sich dem Ende. Von ihm sollen langfristig auch Besucher des Rathauses, der Bücherei und des Museums profitieren.

Von einem großen Tag sprach Dr. Rainhard Riepertinger vom Haus der Bayerischen Geschichte, dem Veranstalter der Landesausstellung, nachdem Bürgermeister Paul Iacob ihm symbolisch den Schlüssel zum Kloster überreicht hatte. Er und seine Kollegen bereiten nun die Ausstellung im Kloster vor, das, so Riepertinger, selbst das größte Exponat sei. Auch die Werbetrommel wird nun kräftig gerührt. Stefan Fredlmeier, Chef von Füssen Tourismus und Marketing (FTM), erläuterte die Werbestrategie. 400000 Faltzettel gingen in Druck, aus ihnen sollen die Besucher die wichtigsten Infos erfahren. Sie haben das gleiche Design wie die zahlreichen Poster und Plakate, mit Löwenkopf und Frauenbüste. Auch Tragetaschen mit diesem „Corporate Design“ gibt FTM aus. Im Kloster soll es zudem italienisch-bayerische Souvenirs geben, dazu gehören Espresso-Tassen ebenso wie Weizenbiergläser. Entsprechend des Themas der Ausstellung setzt der Tourismuschef stark auf Besucher aus Italien, dem Land, aus dem laut Fredlmeier nach Japan ohnehin die meisten Touristen nach Füssen kommen. Auf einer Informationstour in das südeuropäische Land haben die Touristiker bereits die örtlichen Reiseunternehmen auf das Ereignis aufmerksam gemacht. Eine zweite Tour soll folgen, in deren Rahmen Fredlmeier und Co. die Bürgermeister ausgewählter italienischer Gemeinden nach Füssen zur Landesausstellung einladen wollen. Aber, so der FTM-Chef: „Wir wollen auch die Bevölkerung im Allgäu auf die Landesausstellung aufmerksam machen“. Für die Landesausstellung hat das Kloster extra einen neuen Eingang bekommen. Geradeaus über den Klosterhof geht es nun durch eine Glastür in den Eingangsbereich, in dem früher die Mönche des Klosters ihren Wein und zuletzt das Wasserwerk Material und Geräte lagerten. Lange Zeit war dieser Eingang zugemauert, nun soll er „das ganze Gebäude und damit auch das Rathaus für Menschen mit Handycap barrierefrei erschließen“, so Bürgermeister Paul Iacob. Barrierefreier Zugang Die 1,2 Millionen Euro teuren Umbauten sollen nicht nur die Räume für die Landesausstellung passend machen, Füssen soll langfristig etwas davon haben. Zur barrierefreien Erschließung gehört auch der neue Lift, über den das Kloster nun verfügt. Wo er nun auf und ab fährt, befand sich früher der Heizöltank, nun wird das Kloster mit Gas beheizt. Die alte Klosterküche und das Comedy-Haus sollen nach der Landesausstellung der Bücherei zugeschlagen werden, einen Stock höher soll das Museum der Stadt Füssen von den Umbauten profitieren. Von den Kosten werden 533000 Euro von Spenden gedeckt, 360 000 hat die Stadt aus dem Städtebauförderungsprogramm erhalten, erklärte Iacob.

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