Startschuss für das Projekt "e5-Aktionsprogramm"

Zwei Vorreiter bei der Energieeffizienz

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Zukünftig prangt an den Eingangs- bzw. Ausgangsschildern von Reutte und Holzgau dieser Hinweis. Darüber freuen sich die beiden Bürgermeister Dr. Michael Steskal und Günter Blaas (2. und 3. v.r.), Josef Geisler und Bruno Oberhofer (rechts).

Reutte – Einen großen Schritt in Richtung lebenswerte Energiezukunft haben jetzt die Marktgemeinde Reutte und die Gemeinde Holzgau mit der Teilnahme am „e5-Aktionsprogramm” gemacht.

Dieses zielt darauf ab Energieprozesse zu modernisieren, Energie effizienter zu nutzen sowie klimaschonende erneuerbare Energieträger vermehrt einzusetzen. Damit reihen sie sich in die bereits 40 bestehenden Energie-Gemeinden ein. Um die beiden Neueinsteiger persönlich zu gratulieren, kam jetzt Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler nach Reutte. 

Bereits im November 2016 fiel mit einem franktionsübergreifenden Beschluss im Marktgemeinderat der Startschuss, erklärte Reuttes Vizebürgermeister Dr. Michael Steskal. Zudem wurde ein Energieteam unter Leitung von Amtsleiter Sebastian Weirather gegründet – zwei Voraussetzungen, um an dem „e5-Aktionsprogramm” teilnehmen zu können. 

Steskal informierte auch über die nächsten Ziele der Marktgemeinde in den Bereichen Energie und Umwelt. „Neben bereits erfolgten energetischen Optimierungen aller gemeindeeigenen Gebäude möchten wir auch am Seniorenzentrum das solare Potenzial verstärkt nutzen und werden diese mit einer Fotovoltaik-Anlage ausstatten.” 

Zudem möchte die Gemeinde in den nächsten fünf Jahre die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie umzurüsten. Ähnliches hat laut Bürgermeister Günter Blaas auch Holzgau vor. Blaas verwies auf den Neubau des Bildungszentrums, bei dem die Gemeinde auf Nachhaltigkeit geachtet hatte: „Bereits bei der Materialauswahl kamen vornehmlich natürliche Ressourcen wie beispielsweise Holz und Schafwolle zum Einsatz.” 

Im technischen Bereich habe die Gemeinde den eingeschlagene Kurs fortgesetzt – die Wärmebereitstellung erfolgt mittels einer Geothermieanlage. Daneben komme LED-Beleuchtung und die Fotovoltaik Anlage zum Einsatz. „Ähnlich wird bei der Gemeindehaussanierung verfahren und im gesamten Gemeindegebiet ist zukünftig nur Tempo 30 erlaubt”, so Blaas. Dass der Bezirkshauptort und die relativ kleine Lechtalgemeinde als Vorreiter in Sachen Energieeffizienz vorangehen, findet Geisler vorbildlich. 

Er hofft auf einen Nachahmungseffekt im Außerfern. „Mit der nun getroffenen Entscheidung, dem e5-Programm beizutreten, haben die beiden Gemeinden ihre Bemühungen, verstärkt erneuerbare Energien einzusetzen und den Energieverbrauch zu drosseln, noch einmal unterstrichen”, so Geisler. Als Geschäftsführer von „Energie Tirol” stellte Bruno Oberhofer fest, dass die Maßnahmen des „e5-Aktionsprogramm” beiden Gemeinden erhebliche Sparpotenziale öffne. 

„Der Weg vom Gemeinderatsbeschluss über den Beitritt zum ,e5-Programm´ bis hin zur konkreten Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen ist in vielen Fällen lang und komplex”, sagte Oberhofer, der eine Prozessbegleitung zusicherte. Bei dem Programm werden in einer jährlichen internen Beurteilung die Gemeinde je nach Umsetzungsgrad der geplanten und möglichen Maßnahmen bewertet und mit einem bis fünf e’s ausgezeichnet – daher der Name „e5-Aktionsprogramm”.

ed

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