Abstimmungstreffen am Landratsamt

Gut gerüstet für E-Mobilität

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31 Ladestationen für E-Fahrzeuge gibt es derzeit im Landkreis Ostallgäu. Dazu gehört auch diese in der Kemptener Straße in Füssen.

Ostallgäu – Das Ostallgäu ist für die flächendeckende Einführung der E-Mobilität gut gerüstet, die Infrastruktur dafür ist auf absehbare Zeit gut aufgestellt. Zu diesem Ergebnis kamen Ostallgäus Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) und die regionalen Energieversorgern bei einem Abstimmungstreffen.

Nach Angaben des Landratsamtes sind derzeit im Landkreis Ostallgäu 31 Ladestationen für E-Fahrzeuge öffentlich verfügbar. Hinzu kommen noch weitere zehn im Stadtgebiet Kaufbeuren. Momentane Planungen der Energieversorger sehen 14 weitere Ladestationen im Landkreis vor. 

Rasante Entwicklung 

Bei dem Treffen wurde klar, dass sowohl die Experten des Landkreises als auch die der Energieversorger davon ausgehen, dass es bei der Schnellladetechnik rasante Entwicklungssprünge geben werde. Es zeichnet sich daher ab, dass hohe Investitionen von heute übermorgen schon wieder technisch überholt sein könnten. Deshalb liegt der Fokus zunächst auf hochwertige Wechselstromladeinfrastruktur. 

Viele Fachleute gehen davon aus, dass E-Fahrzeuge künftig reale Reichweiten von bis zu 400 Kilometer schaffen und so ein tägliches Laden ohnehin nicht mehr nötig sein wird. Außerdem ist das Ostallgäu nach Angaben des Landratsamtes ein Landkreis, in dem 89 Prozent der Gebäude Ein- und Zweifamilienhäuser sind. Deren Bewohner werden Ladevorgänge zumeist am privaten beziehungsweise festen Standort vornehmen. Auch, weil es dort am günstigsten ist. Daraus schließt das Landratsamt, dass „nicht an jeder Ecke“ eine Ladesäule stehen müsse, um die E-Fahrzeuge jederzeit zuverlässig laden zu können, sagt Landrätin Zinnecker. „Durch die Vorarbeit und das gute Zusammenwirken mit unseren Energieversorgern sind wir konzeptionell und infrastrukturell bereits hervorragend aufgestellt.“ 

Spezielle Angebote 

Denkbar seien allerdings spezielle Angebote zur Ladung der E-Fahrzeuge auf Parkplätzen mit längeren Standzeiten, beispielsweise beim Arbeitgeber oder auf Park-and-Ride-Parkplätzen, so das Landratsamt. Zudem werde künftig wohl auch ein vermehrter Bedarf für eine Lademöglichkeit von Urlaubsgästen, die mit Elektroautos angereist sind, an deren Unterkünften entstehen. 

Diese zukünftigen Herausforderungen wollen Landkreis und Energieversorger gemeinsam mit den Kommunen und Unternehmen angehen. Einhellige Meinung nach dem Treffen: An der Infrastruktur scheitert die Verbreitung der E-Mobilität im Landkreis Ostallgäu nicht. 

Mehr Infos dazu finden Interessierte im Internet unter ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de oder unter www.lemnet.org.

kb

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