Engagement für Senioren

Sie waren über Jahre hinweg das Rückgrat der Pflegehilfsmittelstelle: Leopold und Roswitha Wörle (von links) und Friedl Lochbihler. Erika Petz Mattes dankte den Mitstreitern für ihre Arbeit. Foto: gau

Dem nächsten, vor allem dem Senior „Zeit schenken“, darum geht es in der Arbeitsgemeinschaft „miteinander-füreinander“, die die Vilser Stadträtin Erika Petz-Mattes ins Leben gerufen hat. Bei einer kleinen Feier im Stadtsaal von Vils stellte die Obfrau für Senioren, Gesundheit und Soziales die Arbeitsgemeinschaft, die im Sozialsprengel eingegliedert ist, vor. Ziel ist der Aufbau und die Organisation der Freiwilligenarbeit in Vils, Pinswang und Musau.

Es geht um den Aufbau und die Organisation von ehrenamtlichen Helfern. Es gebe viele, die würden sich über eine „helfende Hand“ freuen, über jemanden, der ein bisschen Zeit mitbringt, wie Erika Petz-Mattes. Und dann gibt es wiederum Mitbürger, die fragen, ob sie nicht helfen könnten. Doch bislang gab es keine Stelle, wo Anfragen zusammenkommen konnten. Das soll sich nun mit der Arbeitsgemeinschaft ändern. Eigentlich sei es nur um die Neuorganisation der Pflegehilfsmittelstelle in Vils gegangen, so Petz-Mattes. Bei der Kommunalwahl im Außerfern wurde die Mutter zur Stadträtin in Vils gewählt und übernahm dort den Ausschuss für Senioren, Gesundheit und Soziales. Zeitgleich hatte Friedl Lochbihler, die seit 20 Jahren die Pflegehilfsmittelstelle organisiert hatte, angekündigt, das Amt abgeben zu wollen. So sei die Idee entstanden, mit dieser Stelle gleich eine langfristige, von politischen Ämtern unabhängige, eigenständige und ehrenamtliche Einrichtung zu schaffen, so Petz–Mattes, die eben diese Anlaufstelle sein kann, die Vorträge und Weiterbildung zum Thema Alter, Demenz, Hauspflege organisieren und Ideen entwickeln kann. So fanden zahlreiche Gespräche statt, mit Vertretern des Sozial -und Gesundheitssprengels, in dem die Arbeitsgemeinschaft nun integriert ist und dessen rechtlichen Schutz sie genießt, mit Vertretern der entsprechenden Einrichtungen im Bezirk, so etwa der Pflegedienstleiterin Christian Huter vom Seniorenwohnheim Haus Ehrenberg und Klaus Eberle vom Sozial- und Gesundheitssprengel. So wurden zahlreiche Probleme im Vorfeld beseitigt werden und die Verantwortlichen gewannen Christiane Huter für das Team miteinander-füreinander. Elf Mitglieder zählt die Arbeitsgruppe in den drei Gemeinden bereits, noch bei der Präsentation meldete sich spontan ein weiterer Mitstreiter. Ehrenamtliche gesucht Neben den Veranstaltungen und der Pflegehilfsmittelstelle, wo Betten, Rollstühle und andere Hilfsmittel verliehen werden, sucht die AG nun Ehrenamtliche, die bereit sind, in ihrer Gemeinde zu helfen oder einfach mal Zeit zu haben. Dafür gibt es einen Fragebogen, den auch ausfüllen kann, wer sich einen Begleiter wünscht. Nach dem Motto, einen alten Baum verpflanzt man nicht mehr, so Erika Petz-Mattes, will man so versuchen, den alten Menschen ihr gewohntes Heim so lange als möglich zu erhalten und ihre Eigenständigkeit zu erhalten. Während man in Vils gerade am Anfang steht, findet das Modell aber schon Nachahmer. Aus Pflach kam bereits die Anfrage, wie dieses Modell funktioniert.

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