Investoren wollen in Füssen ein neues Hotel für Sportler bauen

Touristischer Lückenschluss

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In der Kemptener Straße 32 soll ein Sporthotel gebaut werden. Doch dafür muss zunächst ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Füssen – Seit der Schließung des Hotels „Eiskristall“ gibt es in unmittelbarer Nähe zum BLZ kaum noch Übernachtungsmöglichkeiten für Eishockey-Teams und andere Sportler.

Diese Lücke will nun die Kaufbeurer Immo Holding Gmbh schließen und in der Kemptener Straße 32 ein Sporthotel mit 30 Gästeappartements bauen. Zwar steht der Bauausschuss dem Vorhaben grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Dennoch lehnte das Gremium die Bauvoranfrage am Dienstagabend vorläufig ab. 

Die von Bauamtsleiter Armin Angeringer vorgestellten Pläne der Immo Holding GmbH sehen den Bau eines Sporthotels mit Tiefgarage auf dem jetzigen Gelände einer ehemaligen Tankstelle mit Kfz-Werkstatt direkt neben der JET-Tankstelle vor. Werkstatt und Tankstelle werden abgerissen. Geplant sind in dem dreigeschossigen Gebäude (inklusive ausgebautes Dachgeschoss) 30 Appartements für etwa 120 Jugendliche und Sportler. Angeringer sprach in diesem Zusammenhang von „einer stattlichen Größe“.

Das sieht man offenbar auch im Landratsamt Ostallgäu so. Denn wie Angeringer den Stadträten erläuterte, verweigere die Kreisbehörde wegen der Höhe derzeit ihre Genehmigung und fordere einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan (B-Plan) und einen städtebaulichen Vertrag für das Projekt, um strittige Punkte wie die Höhe oder die Zweckbindung als Sporthotel vertraglich zu regeln.

Denn der Wirtschafts- und Marketingausschuss der Stadt hatte der Voranfrage im Vorfeld der Sitzung vor allem unter der Bedingung zugestimmt, dass das Hotel auf Dauer eng mit dem BLZ zusammen arbeiten wird. Dadurch werde gleichzeitig das BLZ aufgewertet, was im strategischen Interesse der Stadt sein müsse. Dort sei bereits ein Abwandern von Sportlergruppen an andere Standorte festgestellt worden, da es in Füssen an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten in der Nähe fehle. „Ein dezidiertes Sporthotel bietet Füssen momentan nicht“, heißt es dazu in der Stellungnahme des Ausschusses. Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier ergänzte im Bauausschuss: „Wir sehen schon die Notwendigkeit, dass BLZ zu stärken!“

Eine spätere Umwidmung des Hotels „für preisbewusste Neuschwanstein-Einnächter“ müsse daher aber vermieden werden. Das sahen die Bauausschussmitglieder offenbar ähnlich. Ohne weitere Diskussionen lehnten sie die Bauvoranfrage ab. Stattdessen beauftragten sie die Stadtverwaltung, mit der Immo Holding GmbH über die Aufstellung eins vorhabenbezogenen Bebauungsplans und den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zu verhandeln.

Matthias Matz

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