Einstimmiger Beschluss

Grünes Licht für Nesselwanger Traditionsfirma

+
Das Betriebsgelände der Firma Holzbau Möst. Auf der linken Seite der Verbindungsstraße (links) nach Hertingen entstehen die neuen Hallen und das Bürogebäude.

Nesselwang – Nach fast drei Jahren Planung ist es nun fix: die Firma Holzbau Möst im Gewerbegebiet Nesselwang-Ost darf ihre Fläche fast verdoppeln. Einstimmig hat der Gemeinderat jetzt den Satzungsbeschluss für den erforderlichen Bebauungsplan gefasst. Doch das war nicht der einzige Bauantrag, über den das Gremium zu entscheiden hatte.

Dipl.-Ing. Andreas Brockof vom Planungsbüro Sieber aus Lindau erläuterte den Gemeinderäten nochmals die Überlegungen für die Erweiterung des 1877 gegründeten Nesselwanger Traditionsunternehmens. „Seit dem Herbst 2017 laufen die Planungen“, erinnerte der Städteplaner. 

Das Planungsbüro mit seinem Team begleitete bereits mehrfach verschiedene Bauvorhaben in der Marktgemeinde. „Die aktuellen Pläne bedeuten nahezu eine Verdoppelung der Fläche des Holzbau-Unternehmens“, erklärte Brockof weiter. 

Von den Trägern öffentlicher Belange waren im Zuge der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs hauptsächlich nur die Standard-Stellungnahmen eingegangen. Die Untere Naturschutzbehörde sprach sich für eine Ortsrandbegrünung aus, die auch in die Pläne mit eingearbeitet wurden. 

Lediglich das Wasserwirtschaftsamt Kempten war mit den ersten Planungen für den Hochwasserschutz nicht zufrieden und hielt diesen für unzureichend. Grundlage hierfür war ein Gutachten. 

Mehr Wohnungen

Die Planer arbeiteten daraufhin die geforderten Änderungen ein. So wurden verschiedene bauliche Änderungen an den geplanten beiden Hallen und dem Bürogebäude vorgenommen und Flutmulden berücksichtigt. Die beiden Hallen werden durch einen überdachten Ladehof miteinander verbunden. Das Bürogebäude wird dreigeschossig gebaut. 

Ebenso einstimmig genehmigten die Räte das Vorhaben, in der Von-Lingg-Straße ein Ein- in ein Zwei-Familien-Haus umzubauen. Für die Baumaßnahmen, wie die Errichtung eines Treppenaufgangs für das Obergeschoss oder Balkone, waren nach den Erläuterung von Bauamtsleiter Christoph Uhl allerdings Befreiungen notwendig. Des weiteren soll ein Nebengebäude bis an die Grundstücksgrenze erweitert werden. Christian Lotter (FW) lobte das Vorhaben. „So wird zusätzlicher Wohnraum im Ortszentrum geschaffen“. 

„Die Erweiterung wird kritisch gesehen werden und könnte einen Präzedenzfall schaffen im Sonderbaugebiet Feriendorf Reichenbach“, kommentierte Bürgermeister Pirmin Joas (CSU) anschließend die Pläne eines weiteren Bauwerbers, die vom Bauamtsleiter vorgestellt wurden. 

Demnach soll ein Geräteschuppen im Feriendorf direkt an eine Garage angebaut werden. Im Bebauungsplan ist allerdings eine andere Positionierung vorgesehen. „Das Einverständnis der Nachbarn liegt vor“, teilte Uhl dem Gremium mit. Die erforderliche isolierte Befreiung erteilte das Gremium schließlich mit 14 zu drei Stimmen.

hoe

Auch interessant

Meistgelesen

Einem aufmerksamen Jogger sei Dank – Diebesserie in Füssen aufgeklärt
Einem aufmerksamen Jogger sei Dank – Diebesserie in Füssen aufgeklärt
Weitere Projekte im Ostallgäu bekommen LEADER-Förderung
Weitere Projekte im Ostallgäu bekommen LEADER-Förderung
Freiwilligenaktion im Außerfern gegen schädliche Pflanzen
Freiwilligenaktion im Außerfern gegen schädliche Pflanzen
Bund der Steuerzahler zeichnet Lechbrucks Ex-Bürgermeister Helmut Angl aus
Bund der Steuerzahler zeichnet Lechbrucks Ex-Bürgermeister Helmut Angl aus

Kommentare