Bundespolizei nimmt zwei Schleuser nahe Füssen fest

15 Geschleuste im Fünfsitzer

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Bundespolizisten greifen in Füssen 23 Syrer auf.

Füssen– Die Bundespolizei hat am Sonntag gleich zwei mutmaßliche Schleuser auf der A7 festgenommen. Insgesamt hatten die Männer unabhängig voneinander 23 Ausländer ohne die erforderlichen Dokumente nach Deutschland gebracht. Allein in einem Transporter mit nur fünf Sitzplätzen stießen die Fahnder auf eine 15-köpfige Gruppe.

In den frühen Morgenstunden kontrollierten Bundespolizisten nach eigenen Angaben in einer Kontrollstelle in Füssen die Insassen eines Transporters mit italienischer Zulassung. Obwohl das Fahrzeug lediglich als Fünfsitzer zugelassen ist, saßen insgesamt 16 Syrer darin. 

Ersten Ermittlungen zufolge war der 40-jährige Fahrer durch einen Mittelsmann beauftragt worden, die 15 Syrer, darunter sechs Kinder und eine Hochschwangere von Mailand nach Dänemark zu bringen. Der selbst aus Syrien stammende Mann wusste nicht, wie viele Menschen tatsächlich im Laderaum seines Wagens saßen. Er gab an, sich wegen vorhandener Schulden auf den Transport seiner Landsleute eingelassen zu haben. 350 Euro habe er, zusätzlich zu den Spritkosten, für die Fahrt bekommen. 

Nach Angaben eines Geschleusten hatte der Vermittler der Fahrt allerdings weit mehr Geld bekommen. Allein für die achtköpfige Familie des Geschleusten waren 3500 Euro fällig geworden. 

Ähnlich hohe Summen hatten auch die acht syrischen Staatsangehörigen, die nur wenige Stunden später festgestellt wurden, gezahlt. Ihr 29-jähriger Schleuser syrischer Abstammung gab an, die achtköpfige Gruppe zufällig am Straßenrand aufgelesen zu haben. Nach einem Besuch bei seinem Bruder in Österreich sei er nun auf der Reise zu einem weiteren Verwandten in Deutschland. Seine Begleiter habe er irgendwo auf dem Weg dorthin absetzen wollen. 

Seinen Verwandtenbesuch wird der 29-Jährige aber ersteinmal vergessen müssen. Nach einigen Lügen und Widersprüchen in seiner Aussage führten ihn die Bundespolizisten dem Haftrichter vor. Von dort aus wurde er, ebenso wie der 40-jährige Fahrer des überfüllten Transporters, in die Justizvollzugsanstalt Kempten gebracht. Beide Männer werden sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen.

kb

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