Freude bei Politikern und der Wirtschaft

Mehrwert für das Außerfern

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Bringen gute Nachrichten ins Außerfern: Tirols Landeshauptmann Günther Platter, Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann (links) und Bildungslandesrätin Beate Palfrader.

Reutte – Nun ist es also fix: die HTL für Wirtschaftsingenieure-Betriebsinformatik in Reutte ist auf Schiene. Die Bemühungen im Außerfern von Wirtschaftskammer (WK), Unternehmertum und Bürgermeistern haben gefruchtet.

Die Zustimmung des zuständigen Bundesministeriums liegt vor: Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 können Jugendliche im Bezirk künftig eine Ausbildung rund um IT, Automatisierungstechnik und Wirtschaft absolvieren. Am Standort der Bundeshandelsakademie wird die HTL Reutte in Form von dislozierten Klassen der HTL Innsbruck-Anichstraße geführt. 

Im Bildungszentrum der Plansee Group stellten Landeshauptmann Günther Platter und Bildungslandesrätin und Präsidentin der Bildungsdirektion für Tirol, Beate Palfrader, zusammen mit Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann jetzt die wesentlichen Eckpunkte der neuen HTL im Außerfern vor. 

Die Plansee Group ist eines jener Unternehmen, in denen künftige HTL-Absolventen ihr Wissen und Können in die Praxis umsetzen können. „Von einer eigenen HTL im Außerfern profitieren die jungen Menschen im Bezirk ebenso wie die regionale Wirtschaft, die vor allem durch den industriell-gewerblichen Sektor geprägt ist“, sagte Landeshauptmann Platter. „Ich habe eine technische Ausbildungsmöglichkeit im Bezirk Reutte von Beginn an unterstützt, umso mehr freue ich mich, dass wir es nun geschafft haben.“ Die HTL Reutte werde das Außerfern bereichern und das Bildungsangebot maßgeblich ergänzen, so Platter weiter. 

Wesentlicher Mehrwert

„Nach einer umfangreichen Analyse und Bedarfsprüfung zeigte sich, dass eine HTL in Reutte positiv zu bewerten ist und für das Außerfern einen wesentlichen Mehrwert darstellt“, berichtete Landesrätin Beate Palfrader und betonte gleichzeitig: „Der Bezirk Reutte hebt sich allmonatlich mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Tirol hervor.“ 

Das sei allerdings keine Selbstverständlichkeit, sondern fuße auch auf der guten Zusammenarbeit zwischen heimischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen. „Diesen erfolgreichen Weg setzen wir auch mit der HTL fort“,sagte Palfrader. Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann äußerte sich ebenfalls erfreut: „Das gesamte Außerfern war geschlossen von der Notwendigkeit dieses Projekts überzeugt. Umso mehr freut es mich, dass es jetzt zur Umsetzung kommt“, sagte sie.

Die technik- und IT-interessierten jungen Menschen im Außerfern könnten von nun an ihre Ausbildung in ihrem Heimatbezirk machen, wo sie mit den wirtschaftlichen Strukturen und Bedürfnissen bestens vertraut sind. „Für die Zukunft des Bezirks kann diese Symbiose einen ganz besonderen Vorteil haben“, sagte sie. Auf dem Stundenplan der künftigen HTL-Schüler finden sich maschinenbauliche Grundlagen, Mechatronik und Marketing ebenso wie Rechnungswesen oder Sprachen. 

Um sie bestmöglich auf den künftigen Kontakt mit Partnern und Kunden aus aller Welt vorzubereiten, erfolgt die Ausbildung mit starkem Englischbezug. 

Warten hat ein Ende

„Auf diese HTL hat das ganze Außerfern gewartet – Unternehmen ebenso wie Schülerinnen und Schüler als auch Eltern. Mein besonderer Dank gilt der Tiroler Landesregierung, die die Ansiedlung der HTL im Außerfern unterstützt und ermöglicht hat“, fasst Plansee-Vorstand Bernhard Schretter die aktuellen Entwicklungen am Bildungsstandort Reutte zusammen. 

So wurde das gesamte Kompetenzportfolio entsprechend der Anforderungen der Tiroler Arbeitgeber erstellt und fokussiert sich auf einen praxis- und projektbezogenen Unterricht. Weitere Schwerpunkte der neuen Bildungseinrichtung liegen auf Projektmanagementmethoden und der Entwicklung von „Soft Skills“ wie Rhetorik, Flexibilität oder Kommunikationsfähigkeit.

niko

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