Mit Jubiläumsfahrten und Hafenfest feiert die Forggenseeschifffahrt ihren 60. Geburtstag

60 Jahre und kein bisschen alt

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Dicht drängt sich die lokale Prominenz am Freitagabend auf dem Oberdeck der „MS Füssen“ um Landrätin Maria Rita Zinnecker (5.v.r.).
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Dicht drängt sich die lokale Prominenz am Freitagabend auf dem Oberdeck der „MS Füssen“ um Landrätin Maria Rita Zinnecker (5.v.r.).
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Dicht drängt sich die lokale Prominenz am Freitagabend auf dem Oberdeck der „MS Füssen“ um Landrätin Maria Rita Zinnecker (5.v.r.).
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Zum Jubiläum gab es natürlich mehrere GHrußworte.
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Stimmungsvolles SAtändchen auf dem Oberdeck.
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Als Liebeserklärung an ihre Wahlheimat war nicht zuletzt das den Schlusspunkt des Abends setzende Gesangsduett „Janet und Marc“ zu sehen. 
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Als Liebeserklärung an ihre Wahlheimat war nicht zuletzt das den Schlusspunkt des Abends setzende Gesangsduett „Janet und Marc“ zu sehen. 
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Zahlreiche Gratulationen gab es für das Geburtstagskind.

Füssen – Das Programm zum Jubiläum „60 Jahre städtische Forggenseeschifffahrt“ verwöhnte am Wochenende Passagiere und Landratten mit Live-Musik, Gesang und den auf dem Wasser und am Ufer spannend erzählten Märchen.

Die Geschichte der Schifffahrt und des Sees wurde durch Augenzeugenberichte ebenfalls noch einmal lebendig. Zur gemeinsamen Feier am Bootshafen mit Rundfahrten auf dem Stausee hatte Werkleiter Helmut Schauer mit seinem Team eingeladen. Den Auftakt machte am Freitagabend eine Rundfahrt für geladene Gäste auf der „MS Füssen“ unter dem Motto „Leinen los“. 

Die Festredner erinnerten die prominenten Passagiere auf dem 2001 getauften Dampfer daran, dass die Baustelle „im See“ höchst umstritten war. Doch über die Jahre zeichnete sich hier eine Erfolgsgeschichte ab.„Es war unvorstellbar, dass der Stausee zum Ferienparadies werden würde“, so Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) in seinem Grußwort.

Ob der unbestrittenen Erfolgsgeschichte der Städtischen Forggenseeschifffahrt, die auch finanziell offenbar richtig gut über die Runden kommt, sollte aber nicht in Vergessenheit geraten, dass es damals bei der Umsetzung der großen Baustelle auch viele Verlierer gegeben hat. 

An die Umsiedlungen von Bauern und ihrer Familien wollte in seinem Grußwort Johann Stöger, stellvertretender Bürgermeister aus Schwangau, unbedingt erinnern, bevor er Füssen für die Forggenseeschifffahrt lobte. Desgleichen war vom Riedener Rathauschef Max Streif zu hören, der sich ebenfalls über die zwei Anlegestellen für die Motorschiffe auf dem eigenen Gemeindegebiet freute. 

Mit dem Kollegen Johann Gschwill, der für Halblech die Anlegestelle „Roßhaupten“ reklamierte, und dem Füssener Rathauschef Iacob, der „für eine sichere Zukunft der Forggenseeschifffahrt“ plädierte, waren sich die vertretenen Bürgermeister in einem einig: Das ursprüngliche Ziel von Energiegewinnung mit Hilfe von Wasserkraft lässt sich inzwischen glänzend durch die Rundfahrten ergänzen. „Das ist nicht nur ein tolles Angebot für die Touristen“, unterstrich Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU). „Alle hier haben etwas davon.“ Sie kündigte außerdem an: „Wir laden dieses Jahr 500 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger als Dank zu Abendrundfahrten ein!“ 

2001 getauft

Kaum zu glauben aber war, was Gastgeberin Heidrun vom Bovert nach dem Boarding im Gespräch mit unserer Zeitung erzählte. Die „MS Füssen“ sei demnach seinerzeit in zwei Teilen angeliefert worden. Von den Technikern, die sich bei ihr im „Haus am Forggensee“ für die Tage der Montage einquartiert hatten, wusste der damalige Füssener Bürgermeister Dr. Paul Wengert (SPD) zwar nicht zu berichten. Doch auch der heutige Landtagsabgeordnete hatte aufmerksame Zuhörer, als er an Kauf und Taufe der „MS Füssen“ im Jahr 2001 erinnerte, die in Füssen angekommen erst fachmännische zusammengebaut werden musste.

Heute bietet das größere der beiden Ausflugs-Schiffe pro Rundfahrt über den Forggensee insgesamt bis zu 426 Passagieren Platz. 

Als Liebeserklärung an ihre Wahlheimat war nicht zuletzt das den Schlusspunkt des Abends setzende Gesangsduett „Janet und Marc“ zu sehen. 

Auf der kleinen Bühne, die einer der vielen Schauplätze für die zweite Musicalspielzeit mit ihrem „Schwanenprinz“ sein wird, führte Moderator Martin Harbauer durch den Abend, der viele Begegnungen ermöglichte.

Für Stimmung zum Auftakt des Jubiläumsfestes sorgten an Bord auch die beiden Solo-Instrumentalisten Jonas Huber (Steirische) und Roland Kurz (Trompete), die für ihre Einlagen Sonderapplaus erhielten.

"Musik für alle Fälle"

Der Samstag lockte mit viel Sonne zum Bootshafen mit Fest. Für die erste Märchen-Rundfahrt mit Autorin Martie-Luise Kaiser waren rund 60 Kinder in Begleitung auf die „MS Füssen“ gekommen und erlebten gemeinsam ziemlich spannende Geschichten aus einer sehr bunten Tierwelt, zu der Igel Isbert gehört. 

Bei der nächsten Rundfahrt sorgte unter dem Motto „Musik für alle Fälle“ Sänger und Instrumentalist Ulli Roth für Stimmung – ein echter Hesse, wie Neu-Kapitän Dirk Schanz. Was das Gastspiel an Bord jedoch nicht ganz erklärt. Mit seiner Frau ist Roth schon immer gern als Urlauber in Schwangau und Füssen unterwegs.

Chris Friedrich

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