Konkurrenz für Pirmin Joas

SPD Nesselwang tritt mit Christoph Uhl an

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Werner Mayr (v.l.), Andreas Heckmeier, Thomas Köberle, Hannes Köberle, Jens Brenneisen, Bürgermeisterkandidat Christoph Uhl, Stefan Haff, Max Roth sowie Jürgen Heckmeier wollen im kommenden Jahr für die Nesselwanger SPD in den Gemeinderat.

Nesselwang – Das erste Mal seit 1972 wird die Nesselwanger SPD mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten bei der Kommunalwahl antreten. Der Ortsverband nominierte jetzt neben den Kandidaten für den Gemeindetag im Brauerei-Gasthof „Hotel Post“ Bauamtsleiter Christoph Uhl als Gegenkandidaten für Pirmin Joas (CSU/Freie Wähler).

Versammlungsleiter Wolfgang von Wyschetzki, Nesselwanger SPD-Urgestein, freute sich, dass seit 1972 erstmals wieder ein sozialdemokratischer Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in der Ostallgäuer Markt-Gemeinde zur Wahl steht. „Bis 1972 gab es die Ständewahl. Mit der Wahl von 1972 hat sich das geändert“, sagte von Wyschetzki. Seinerzeit stellten sich in Nesselwang zwei Kandidaten zur Wahl des Bürgermeisters und spalteten den Ort in zwei Lager. „Das wissen noch die wenigsten der heute hier Anwesenden“, so von Wyschetzki. 

Seither gab es in Nesselwang jeweils nur einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters bei Wahlen. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wird sich das ändern. Hier stehen dann zwei Namen auf dem Wahlzettel. Der Verwaltungsfachwirt und Bauamtsleiter des Marktes Christoph Uhl, stellt sich neben dem gemeinsamen Kandidaten der CSU und den Freien Wählern, Pirmin Joas, zur Wahl. „Mir liegt die weitere Entwicklung meines Heimatortes sehr am Herzen“, sagte der 46-jährige Familienvater. „Ich bin durch und durch Nesselwanger“. 

Durch seine langjährige Tätigkeit in der Kommunalverwaltung und im Bauamt der Marktgemeinde kenne er den Ort und sei an der Umsetzung zahlreicher Projekte in der Vergangenheit beteiligt gewesen, so Uhl in seiner Vorstellungsrede. Dazu gehörten die beiden Wohnbaugebiete „Burger-Wiesen“ und „Im Gern“ sowie die Erweiterung des Gewerbegebiets „Obere Wank“. 

Mitgewirkt habe er außerdem an kommunalen Infrastrukturmaßnahmen wie die Erweiterung und Ertüchtigung der Kläranlage und der Wasserversorgung mit dem neuen Hochbehälter, dem Neubau der Kindertagesstätte und vieles mehr. „Die Werte und Einrichtungen, die in den letzten Jahren geschaffen wurden, müssen mit Leben erfüllt und erhalten werden“, betonte der Bauamtsleiter. Zu seinen Zielen gehört ein nachhaltige Ortsentwicklung. 

Gegen Leerstände

Weitere Ziele seien die Beseitigung der Leerstände im Ort sowohl im Handel, in der Gastronomie als auch bei der Wohnbebauung. Eine ökologische Aufwertung von Brachflächen, faire Pachtzinsen für die Landwirtschaft, eine nachhaltige und naturverträgliche Entwicklung am Berg und im Ort. 

Zusammen mit den Verantwortlichen im Tourismus, den zahlreichen Vermietern im Ort und den Weilern sowie den Hoteliers und Gastronomen will er eine qualitative Steigerung im Tourismus erreichen. „Ich betone – eine qualitative, keine quantitative Steigerung“, unterstrich der Bürgermeisterkandidat.

Uhl ist eigenen Angaben zufolge seit seiner Kindheit in Nesselwanger Vereinen aktiv. Viele Jahre war er aktiver Fußballer, im Skiklub fungiert er als Sprecher bei zahlreichen Veranstaltungen und im Sommer ist er auf dem Tennisplatz zu finden. Die zahlreichen Vereine und ihre Arbeit sieht er als Identifikationsfaktoren im Ort. „Diese gilt es zu stärken und zu fördern.“ 

Uhl dankte der SPD für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen für die anstehenden Kommunalwahlen „Lassen sie uns gemeinsam unseren Ort gestalten“, forderte er die mehr als 20 anwesenden Gäste und Interessenten der Versammlung zum Schluss seiner Antrittsrede auf, die mit viel Beifall und Zustimmung bedacht wurde. 

Bekannte Namen

Von Wyschetzki erklärte vor der Vorstellung der Kandidaten für die Sitze im Marktgemeinderat das Vorgehen bei der anschließenden Wahl. „Wir haben bisher noch nie 16 Kandidaten auf die Liste gebracht. Der eine oder andere wird zwei- oder dreifach genannt“, erläuterte er das weitere Vorgehen. Der Versammlungsleiter dankte den Kandidaten für ihr Engagement. „Wir haben viele parteilose Kandidaten, aber mit bekanntem Namen auf unserer Liste.“ 

Bei der nachfolgenden Wahl wurde diese ohne Gegenstimmen von den wahlberechtigten Anwesenden nominiert. „Anfangs hatten wir echt Sorgen, das wir keine Liste zusammenkriegen“, so der SPD-Ortsvorsitzende Jürgen Heckmeier. „Und jetzt haben wir eine so gute. Am Abend des 15. März wissen wir, ob‘s funktioniert hat“, so Heckmeier weiter. „Der Wahlkampf ist eröffnet!“

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