Rund um Bayern aus eigener Kraft

Etappenstopp am Schrannenplatz in Füssen – Extremsportler sammeln Spenden

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Zweiter Bürgermeister Christian Schneider (links) begrüßt die Ausdauersportler Ute Jansen und Markus Frommlet. Am Etappenziel Schrannnenplatz mit dabei ist auch Sponsor Armin Riemann (rechts), der aus seinem Sportgeschäft die beiden Roller für den guten Zweck zur Verfügung stellte.

Füssen – Um Kindern mit Handicap zu helfen, setzen zwei Ausdauersportler aus Grafenau in Niederbayern auf ihre eigene Muskelkraft. Bei ihrer „Bayernumrundung“ haben Ute Jansen und Markus Frommlet auf zwei geliehenen Alprollern aus Füssen den Schrannenplatz erreicht.

Der Ausgangspunkt für diese Etappe war Oberjoch.

Im Herzen der Füssener Altstadt begrüßte Zweiter Bürgermeister Christian Schneider (FL) und ihr Füssener Sponsor Armin Riemann Ute Jansen und Markus Frommlet am vergangenen Samstagnachmittag. Angehörige und Freunde schlossen sich dem herzlichen Empfang an. Schneider und Riemann zeigten Verständnis dafür, dass die beiden durch trainierten Athleten auf ihrer Spendentour „Bayernumrundung“ eine gute halbe Stunde länger auf ihrem Kurs sein mussten als geplant.

Für Kinder mit Handicap

Die Tagestour von Jansen und Frommlet begann nach einer anstrengenden Vormittagswanderung kurz nach Mittag vom Oberjoch aus in Richtung Füssen. Dafür nutzten Jansen und Frommlet jeweils einen sogenannten Alb-Roller aus dem Sportfachgeschäft in der Brunnengasse. Wie Inhaber Riemann erklärte, waren die Sportler auf ihn zugekommen, um auf der geplanten Etappe nach Füssen Unterstützung zu erfahren . „Die Bayerumrundung findet statt, um Spenden für Kinder mit Handicap zu sammeln. Da war ich als Tretroller-Spezialist gerne dabei und habe zwei Alb-Roller für die Aktion ausgeliehen“, sagte Riemann auf Nachfrage.

Der Clou der Jansen-Frommelt-Tour besteht bekanntlich darin (der Kreisbote berichtete), dass unterschiedliche Sportgeräte auf den Streckenabschnitten zum Einsatz kommen. Jansen und Frommelt steigen auf den Etappen folglich nicht nur auf Zweiräder. Sie sind auch zu Wasser und zu Lande unterwegs.

Schneiders erster Auftritt im neuen Amt

Für Schneider war es der erste Altstadt-Auftritt als neuer Zweiter Bürgermeisters. Die neugierig gewordenen Besucher auf dem Platz sahen Schneider im Gespräch mit dem Duo. Beide hatten sich eigenen Angaben zur Folge „erst nach langem Überlegen und vielen Diskussionen dazu entschlossen, die extrem schwierig zu bewältigende Erstumrundung der bayerischen Landesgrenze anzugehen.“

Die Pläne – erfuhr Schneider – sind über zwei Jahren alt. „Doch jetzt war der geeignete Zeitpunkt dafür gekommen, unser sportliches Projekt in die Tat umzusetzen“, so Frommelt. Eine Grenzumrundung von Baden-Württemberg schlossen die beiden Sportler aus Grafenau in Niederbayern vor Jahren ab. Dabei sei es um ein Projekt gegangen, das ihnen allein zum Spaß in der Freizeit diente. Das laufende bayerische Projekt wird hingegen für einen wohltätigen Zweck unternommen. Bei der auf 50 Tage festgelegten Tour werden Jansen und Frommlet auf 2600 Kilometer Streckenverlauf circa 52.000 Höhenmeter bewältigen.

Am Samstag ab 16 Uhr hieß es am Schrannenplatz vor der Markthalle zunächst einmal tief Durchatmen. Und um dann im Kreis der angereisten Familienmitglieder und Freunden einzukehren. Die abgestellten Roller weckten bei Passanten einiges Interesse, bevor sie wieder in den Laden Riemanns zurück gingen.

cf

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