Pianist Martin Vatter und Perkussionist Hadi Alizadeh überzeugen in Hopferau

Sphärisch und tiefgehend

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Tiefgehende Töne: Mit ihrer „Musik, die die Seele berührt“ präsentieren Martin Vatter (links) und Hadi Alizadeh ein bewegendes Klangerlebnis.

Hopferau – Bevor sie ihr Konzert „Musik, die die Seele berührt“ im Schloss Hopferau begannen, äußerten sich der Pianist Martin Vatter und der Perkussionist Hadi Alizadeh zunächst selbst noch „richtig beseelt davon, dass so viele Besucher gekommen sind“.

Kein Wunder, war das Treppenhaus des gediegenen Schlosshotels mit rund 90 Zuhörern denn auch nur im übertragenen Sinne brechend voll. Während ihnen Vatter und Alizadeh in der Folge fast eineinhalb Stunden lang im wahrsten Sinne des Wortes „handgemachte Musik von uns“ (Vatter) servierten, bekam das Auditorium so einen „abwechslungsreichen Abend“ geboten, wie ihn der aus Oberbayern stammende Klaviervirtuose angekündigt hatte. 

In erster Linie von Vatter komponiert und zusammengestellt, bildeten die Lieder beziehungsweise Klangpassagen des Duos dann in der Tat einen ungewöhnlich tiefgehenden, teilweise sehr sphärisch angehauchten Sound, der das Publikum mit zunehmender Konzertdauer merklich berührte. Demzufolge sah man mehrere Besucher rhythmische Bewegungen mit ihren Händen, Füßen oder dem Oberkörper machen.

Vatters und Alizadehs Spiel am Flügel sowie mit einer persischen Trommel und einer kurdischen Rahmentrommel strömte dabei phasenweise eine geradezu orchestrale Wirkung aus, deren Musik zugleich Bilder vor dem inneren Auge entstehen ließen, die wie in einem Film im Kopf des Zuhörers abgespult wurden. Mit seinen Trommeln ergänzte sich der gebürtige Iraner und jetzt in Nürnberg lebende Alizadeh in kongenialer Weise zu Vatters brilliantem Können am Klavier. 

Durch manchmal schier kaum nachvollziehbare Geschwindigkeit bzw. große Sensibilität entlockten Alizadehs Hände seinen orientalischen Perkussionsinstrumenten ebenso rasende Rhythmen wie gefühlvolle Melodien. Vatter ergänzte diese durch leicht schwebenden, mal disharmonischen, mal brachialen, mal dramatischen sowie mal sanft fließenden Klänge in Vollendung. Ihre Meisterschaft stellten der iranische Meistertrommler und Vatter zudem mit einigen Soli auf berührende Art unter Beweis, die das mitreißende Programm dieses Abends abrundeten.

lex

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