Student Johannes Haf aus Hopferau freut sich über ein Stipendium der Füssener Stiftung Studifix

Soziales Engagement zahlt sich aus

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Brigitte und Wolfgang Fischer sprechen für die Stiftung Studifix, die Johannes Haf aus Hopferau (Mitte) fördert. Es geht dabei nicht nur ums Geld, sondern um Begleitung auf dem Weg zum ersten Studienabschluss.

Füssen – Die Füssener Stiftung Studifix hat zum dritten Mal ein Stipendium vergeben. Johannes Haf aus Hopferau erhält drei Jahre lang 500 Euro pro Monat, um sein Studium der Lebensmittelchemie in München besser finanzieren zu können.

Vieles ist seit Oktober völlig neu für den 20-jährigen Allgäuer, aber er hat – anders als viele Studierende im ersten Semester – mit Brigitte und Wolfgang Fischer großzügige Förderer im Rücken. Der schon dritte Stipendiat der Studifix-Stiftung des in Füssen lebenden Ehepaars schrieb sich zum laufenden Wintersemester 2014/ 15 im Studiengang Lebensmittelchemie an der Technischen Universität (TU) München ein und berichtete seinen Gönnern gemütlich bei Kaffee und Kuchen über den erfolgreichen Start in der akademischen Welt. 

„Wir sind nicht die einzigen, es gibt erfreulicherweise auch andere Leute in Füssen, von denen die Stiftung Zuwendungen erhält“, sagt Brigitte Fischer. Ein noch bezahlbares Zimmer in einer Wohngemeinschaft gefunden und die große Vorfreude auf Theorie und die Laborarbeit: „Es läuft gut“, erzählt Johannes, der von der Stiftung monatlich 500 Euro erhält. „Sechs Semester ist die Förderungsdauer durch das Stipendium“, erklärte er auf Nachfrage. 

Nicht nur ein Abiturzeugnis von 1,3, sondern auch sein soziales Engagement gaben den Ausschlag für eine Förderung, so Fischer, bekannt aus seiner Zeit als Direktor des Gymnasiums Füssen. Der Stipendiat war hierher von der Realschule gewechselt. „Ich musste mich mit Ausdauer durchbeißen. Das war schon zeitweise hart“, sagte er über seinen damaligen Wechsel. Trotzdem – und das wird letztlich honoriert – nahm sich der Schüler die Zeit „für großes Engagement“, betont Fischer.

 Haf war Kurssprecher. Er gab der „Abizeitung“ Profil, spielte bei der schulischen Bigband mit und bleibt auch „als Münchener“ dem Musikverein Hopferau treu. Etwas kurios: auch die ersten Stipendiatinnen sind keine Füssenerinnen. Anika Blocksdorf aus Roßhaupten und Franziska Humm, die aus Lechbruck stammt, informieren regelmäßig darüber, wie sie von Semester zu Semester an ihren Fakultäten – Geowissenschaften und Medizin – voran kommen. 

Wer sich als nächster möglicher Stipendiat bei der Stiftung bewirbt, hat die Chance, zu einem Gespräch eingeladen zu werden. Auch hier hat Johannes Haf als einer aus dem Kreis von aktuell vier Kandidaten gut gepunktet. Musik machen, erklärte er gegenüber den Kreisboten, „bleibt mein großes Hobby“. Auf die Idee Lebensmittelchemie zu studieren, sei er auch gekommen, „weil unsere Familie einen Gasthof führt“.

Chris Friedrich

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