Deutlich höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren

CSU stark, SPD stürzt ab

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Klar stärkste Kraft bei der Europawahl in Füssen ist die CSU. Während die SPD abstürzt, holen die Grünen ein starkes Ergebnis.

Landkreis/Füssen – Die CSU ist im Ostallgäu der klare Gewinner der Europawahl vom Sonntag. Mit 44,9 Prozent der abgegebenen Stimmen schnitten die Christsozialen nicht nur leicht besser ab als 2014 (44,8 Prozent), sondern ließen auch die Grünen mit 17,8 Prozent deutlich hinter sich.

Ein Debakel erlebte die SPD, die von 14,3 auf 6,5 Prozent abstürzte. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,5 Prozent. Von insgesamt 106.144 wahlberechtigten Ostallgäuern gaben nach Angaben des Landratsamtes 65.320 am Sonntag ihre Stimme ab. Bei der Wahl 2014 waren es 42.411. Die Wahlbeteiligung stieg damit von 40,9 auf 61,5 Prozent. 29.243 Wähler (2014: 18.902) stimmten dabei für die CSU. Das entspricht 44,9 Prozent. 

Zweitstärkste Kraft sind die Grünen, für die 11.561 Wähler ihre Stimme abgaben (2014: 4821). 5142 Ostallgäuer (7,9 Prozent, 2014: 2751 Stimmen) machten ihr Kreuzchen bei den Freien Wählern, 4789 bei der AfD (7,35 Prozent, 2014: 3412 Stimmen). Leichte Gewinne im Vergleich zu 2014 verzeichneten mit 2251 Stimmen (3,5 Prozent) auch die ödp und mit 1817 Stimmen (2,8 Prozent) die FDP. Ein Debakel erlebte dagegen die SPD, die nur noch 4198 Wählerstimmen für sich gewinnen konnte. 2014 hatten noch 6022 Wähler für die Sozialdemokraten votiert. 9,38 Prozent der Wählerstimmen entfielen auf die sonstigen Parteien und Wählergruppierungen. 

In der Stadt Füssen haben von 10.733 Wahlberechtigten 5816 (54,2 Prozent) am Sonntag den Weg zur Wahlkabine gefunden. Mit 2427 Stimmen (41,9 Prozent) ist auch in der Lechstadt die CSU die eindeutig stärkste Kraft. Die Grünen kommen auf 1142 Stimmen (19,7 Prozent), während die SPD mit 535 Stimmen (9,23 Prozent) auf den dritten Rang abrutscht. Die AfD holte mit 501 Stimmen 8,6 Prozent. Freie Wähler (282), FDP (201) und ödp (210) blieben jeweils unter fünf Prozent. 8,63 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf Sonstige. 

Fast 50 Prozent für die CSU in Schwangau

Fast 50 Prozent erreichte die CSU in Schwangau, wo 752 Wähler (49,4 Prozent) ihr Kreuz bei den Christsozialen machten. Zweitstärkste Kraft sind auch im Dorf der Königsschlösser die Grünen, die 253 Stimmen (16,6 Prozent) der Stimmen erhielten. Mit 105 Stimmen (6,9 Prozent) landete die SPD nur knapp vor der AfD (99 Stimmen/6,5 Prozent). Mit 82 Stimmen blieben die Freien Wähler knapp über fünf Prozent, während ödp (3,75) und FDP (2,76) deutlich darunter blieben. Von insgesamt 2432 wahlberechtigten Schwangauern gaben 1526 ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 62,75 Prozent entspricht.

Mit 60,77 Prozent leicht darunter lag die Wahlbeteiligung in Pfronten, wo 3841 von 6321 wahlberechtigten Bürgern ihre Stimme abgaben. Stärkste Kraft wurde auch hier die CSU, für die 1580 (41,2 Prozent) der Wähler votierten. Mit 21,58 Prozent (827 Stimmen) liegen die Grünen in Pfronten deutlich über dem Landkreis-Durchschnitt. Gleiches gilt für die SPD, die 300 Stimmen (7,8 Prozent) auf sich vereinen konnte, gefolgt von den Freien Wählern (266/6,94) und der AfD (241/6,29). ödp (156/vier) und FDP (117/drei) blieben unter fünf Prozent. 

Auch in der Nesselwang schnitten die Grünen besser ab als im Gesamt-Landkreis und erreichten mit 368 Stimmen 20,1 Prozent. Stärkste Kraft ist aber auch in der Marktgemeinde die CSU, für die 779 Nesselwanger ihre Stimme abgaben (42,6 Prozent). Drittstärkste Kraft sind die Freien Wähler, die 175 Stimmen (9,6 Prozent) für sich gewinnen konnten. Die Sozialdemokraten liegen mit 112 Stimmen (6,13 Prozent) nur knapp vor der AfD mit 102 Stimmen (5,58 Prozent). Auch in Nesselwang bleiben ödp (74 Stimmen), FDP (2,74) und Die Linke (2,13) unter fünf Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,8 Prozent.

Alle Ostallgäuer Ergebnisse der Europawahl vom Sonntag gibt es hier

mm

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