1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Füssen

EV Füssen blickt zurück und steckt die Ziele für die neue Spielzeit ab

Erstellt:

Von: Alexander Berndt

Kommentare

Vorstand Eissportverein Füssen
Thomas Zellhuber (stehend v.l.), Felix Warmann, Marc Meier und Johannes Böck sowie Christian Kallenbach (sitzend v.l.), Michael Macht, Johann Fleschhut und Jürgen Jentsch lenken die Geschicke beim EV Füssen. © Berndt

Füssen – Der EV Füssen will in der kommenden Saison in die Play-offs. Dieses Ziel gab Thomas Zellhuber, zweiter Vorsitzender des Traditionsklubs, während der jüngsten Jahreshauptversammlung im Bierzelt auf dem Füssener Festplatz bekannt. Hier blickte er auch auf die vergangene Spielzeit zurück, die aufgrund der Corona-Pandemie alles andere als leicht war.

Eishockeyfans dürfen sich freuen: Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens hat der EV Füssen die Eintrittspreise für die neue Saison deutlich gesenkt (der Kreisbote berichtete). Demnach sind Dauerkarten im Schnitt 15 Prozent günstiger, was ein Zeichen dafür sein soll, „dass die Leute zu uns kommen“, erklärte Zellhuber.

Mehr Publikumsresonanz kann der frühere deutsche Serienmeister sicherlich gut gebrauchen, da er wie in der jüngeren Vergangenheit vermutlich auch künftig nicht nur vor sportlichen, sondern auch finanziellen Herausforderungen steht. Angesichts der nach wie vor bestehenden Corona-Gefahr und der Energiekrise würde sich der EVF als kleiner Verein sicher über neue Sponsoren freuen, die laut Zellhuber aber nicht einfach zu finden seien.

So beurteilte er die zurückliegende Saison in der Oberliga im Endeffekt als nicht so negativ, wie es seiner Meinung nach viele tun. Er attestierte der ersten Mannschaft, dass sie in der Punkterunde „mit viel Herz gekämpft“ habe, auch wenn sie mit dem zehnten Tabellenplatz nicht das gewünschte Saisonziel erreicht hatte.

Als eine Ursache dafür nannte Zellhuber das „Corona-Schreckgespenst“, das „uns sowohl sportlich als auch finanziell sehr getroffen“ habe. Zeitweise 18 Spiele innerhalb von sechs Wochen hätten dem Team „alles abverlangt“. Gleichzeitig sei der Vorstand dazu gezwungen gewesen, drastische Maßnahmen, wie etwa die Beendigung des Engagements von Andrei Taratukhin zu ergreifen.

Deswegen möchte der Verein künftig für den Kader der ersten Mannschaft vermehrt Spieler „aus den eigenen Reihen schöpfen“, machte Nachwuchstrainer Andreas Jorde klar. Aus einem möglichst breiten Fundament an einheimischen Nachwuchsspielern wolle man Akteure „bis ins Oberligateam“ heranführen, unterstrich Jorde. „Wir sind noch lange nicht da, wo wir hin wollen.“ Auf dem Weg dorthin sollen auch der Trainer der U 11- , U 13- und U 15-Mannschaften des EVF, Martin Schweiger, und der neue Coach für das U 20-DNL-Team, Frederic Ledlin, helfen. Beide präsentierten sich den rund 60 Versammlungsbesuchern und erhielten dafür kräftigen Applaus.

Ein Plus erwirtschaftet

Den bekam anschließend auch Zellhuber noch einmal, nachdem er die Zuhörer in Vertretung des abwesenden Kassiers Mathias Müller detaillierter über die finanzielle Situation des Vereins informiert hatte. Dabei gab er unter anderem bekannt, dass der EVF im vergangenen Jahr ein Plus von 8467 Euro erwirtschaftet habe. Der Traditionsverein gedenkt mit demselben Etat wie zuletzt, 830.000 Euro, auch „planmäßig in die neue Saison“ zu gehen.

Der aktuelle Kader umfasst dazu drei Torhüter, sieben Verteidiger und zehn Stürmer. Zellhuber kündigte an: „Wir wollen vier Reihen aufs Eis schicken.“ Mit dem neuen Trainer Janne Kujala und „heuer wieder mal drei Ausländern“ möchte der EVF in die Play-offs einziehen, sagte Zellhuber.

Ihn und seine Vorstandskollegen entlasteten die Mitglieder schließlich einstimmig, nachdem der Vorsitzende des Wirtschaftsbeirats, Michael Macht, dem Vorstand attestiert hatte, „alles im Griff“ zu haben. Trotzdem wären „ohne die Stadt Füssen bei uns längst die Lichter ausgegangen“, dankte er darüber hinaus Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) und der Stadtverwaltung. Seinen Dank richtete Zellhuber unter anderem an Christian Kallenbach und Thomas Zettlmeier. Der Zweite Vorsitzende begrüßte Kallenbach als neues Mitglied im Wirtschaftsbeirat. Außerdem verabschiedete er Zettlmeier, der sechs Jahre lang dem Vorstand angehörte.

Auch interessant

Kommentare