Auf den Ernstfall vorbereitet

Fachklinik Enzensberg in Hopfen: Akutkrankenhäuser sollen unterstützt werden

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Hans Achatz, Kaufmännischer Direktor der Hopfener Fachklinik Enzensberg.

Füssen – Die Fachklinik Enzensberg in Hopfen will die Sicherheit ihrer Patienten und Mitarbeiter gewährleisten und eine Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamen. „Dafür tun wir alles“, so Hans Achatz im Gespräch mit dem Kreisbote.

Wie der Kaufmännische Direktor der Fachklinik noch ergänzt, sei es im Füssener Land wichtig, „die Akut-Krankenhäuser zu unterstützen“.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten – bedingt durch die Corona-Epidemie – an Ihrer Klinik?

Achatz: „Es gibt umfassende Maßnahmen, um Patienten und Mitarbeiter zu schützen. So wird zum Beispiel jeder neue Patient einem ‚Corona-Screening‘ durch unser Hygiene-Team unterzogen. Zweites Beispiel: In der Fachklinik Enzensberg besteht ein Betretungsverbot für Besucher. Die Klinik kann nur noch über einen einzigen Eingang betreten werden, an dem Mitarbeiter Einlasskontrollen durchführen.“

Werden weitere Schutzmaßnahmen ergriffen?

Achatz: „Ja! Gruppentherapien werden nur noch in Kleinstgruppen durchgeführt. Die Teilnehmer – maximal drei bis vier Personen – halten in den Sitzungen dabei einen Zwei-Meter-Sicherheitsabstand ein. Um das Ansteckungsrisiko für unsere Mitarbeiterteams so gering wie möglich zu halten, wird mit Mundschutz und Handschuhen gearbeitet. Desinfektionsmittel-Spender stehen in der gesamten Klinik für Patienten und Mitarbeiter parat.“

Die Fachklinik ist dafür bekannt, allgemeinverständliche Gesundheitsvorträge anzubieten. Pausiert dieses Programm?

Achatz: „Vorträge, die nicht nur gerne von unseren Patienten besucht werden, finden derzeit nicht mehr statt. Grundsätzlich versuchen wir größere Menschenansammlungen zu vermeiden. So servieren wir auch das Essen für Patienten und Mitarbeiter zu unterschiedlichen Zeiten in kleineren Gruppen.“

Auf den Enzensberg kommen normalerweise viele Patienten, die sich ambulant behandeln lassen. Gilt auch dafür ein Stopp?

Achatz: „Ja, um dadurch die Ansteckungsgefahr zu verhindern. Alle ambulanten Behandlungstermine sind auf unbestimmte Zeit verschoben. Nur unsere Praxis für Physikalisch-Rehabilitative Medizin und Spezielle Schmerztherapie, das MVZ Enzensberg, bleibt für die ambulante Versorgung weiterhin geöffnet. Wir bitten hier jedoch vorab um telefonische Kontaktaufnahme.“

Kliniken – wie man liest – haben große Probleme, Schutzbekleidung einzukaufen. Ist das auch auf dem Enzensberg der Fall?

Achatz: „Auch sind wir stets daran, neue Schutzmaterialien zu besorgen. Natürlich gestaltet sich dies in dieser Ausnahmesituation – wie in allen Gesundheitseinrichtungen - nicht immer einfach. Hier versuchen wir täglich, die uns zur Verfügung stehenden Lieferwege auszuschöpfen.“

Die Fachkliniken in Schwangau und Pfronten haben signalisiert, das Füssener Krankenhaus zu unterstützen. Falls dies auch für Ihre Klinik gilt: Wie kann eine solche Hilfe aussehen?

Achatz: „Auch wir haben den Krankenhäusern von Anfang an unsere Hilfe angeboten – für uns in dieser Krisensituation eine Selbstverständlichkeit. Wir wollen die Akut-Krankenhäuser so gut wir können unterstützen und diese weiterhin durch die Abnahme behandlungsbedürftiger Patienten entlasten. Auch halten wir für den Fall der Fälle eine Isolierstation vor, auf der wir leicht erkrankte Covid-19-Fälle aufnehmen könnten. Dazu stehen wir im regelmäßigen und engen Kontakt mit dem Landkreis und der Pandemie-Leitstelle. Nur gemeinsam schaffen wir den Weg aus dieser Krise.“

Werner Hacker

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