Polizei und Ordnungsdienst nehmen Fahrradfahrer ins Visier

Fahrradkontrollen in der Fußgängerzone: Nur wenig Verstöße

Fahrradfahrer fährt an Schild vorbei, das Fahrradfahrer zum Absteigen auffordert.
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Schilder erinnern daran, dass Fahrradfahrer in der Fußgängerzone absteigen müssen. Doch viele Radler halten sich nicht daran.
  • VonChris Friedrich
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Füssen – Keine Rowdys auf dem Fahrrad waren in der Füssener Innenstadt unterwegs, als Polizisten und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) nun die Verkehrssicherheit kontrollierten.

Allerdings musste die Polizei Verwarnungen aussprechen, informierte Polizeichef Edmund Martin. Mit Verwarnungsgeldern von zehn oder 20 Euro erinnerten die Ordnungshüter einige Fahrradfahrer daran, dass diese sich strikt an die Regeln zu halten haben.

Vor über 40 Jahren wurde die Füssener Reichenstraße zur Fußgängerzone umgestaltet. Und damit trat ein Problem auf. Die Wegstrecke für den Einkaufsbummel wird auch gern genutzt, um kräftig in die Pedale zu treten. Radlergruppen setzen oft auf die Kraft des Stärkeren. Wer zu Fuß geht, vielleicht auch noch einen Kinderwagen schiebt oder auf den Rollator angewiesen ist, kann in Gefahr geraten, wenn plötzlich Fahrradfahrer auftauchen, mit denen man nicht rechnet. Im schlimmsten Fall kann es zu Zusammenstößen kommen.

Weitere Kontrollen

Deshalb sahen die Ordnungshüter zuletzt in der vollen Fußgängerzone nach dem Rechten. Sie erwischten drei Fahrradfahrer, die verwarnt wurden. Diese geringe Zahl lässt sich vielleicht darauf zurückführen, was Martin im Gespräch mit dem Kreisboten nachschiebt: „Es war bekannt, dass wir da sein werden. Es gab dazu Infos in den Medien.“ Künftig werde es hier „sporadisch weitere Kontrollen geben“, kündigte der Polizeichef auf Nachfrage an.

Großes Verständnis

In der Augsburger- und Kemptener Straße sei die Zahl der Verwarnungen im Laufe der Kontrollen auf 20 angestiegen, berichtete der Füssener Polizeichef weiter. Mit seinen Kollegen konnte er „großes Verständnis für die Kontrollen feststellen.“ Es gehe darum, die Fußgängerzone regelmäßig im Auge zu behalten. Es sei notwendig, die dort gestoppten Radler dafür zu sensibilisieren, ebenfalls zu Fuß zu gehen. Ziel sei, dass im Stadtgebiet weniger (Rad-)unfälle passieren. Diesem Ziel dienen nicht nur Verwarnungsgelder sondern auch Ermahnungen.

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