Gefahr für die Verkehrs- und Versorgungssicherheit

Fahrverbote für Ausweichverkehr im Bezirk Reutte wieder aktiviert 

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Die Übersicht der Fahrverbote für den Ausweichverkehr auf dem niederrangigen Straßennetz www.tirol.gv.at/fahrverbote.

Reutte  – Am 1. August wurden die Fahrverbote für Ausweichverkehr im Bezirk Reutte erneut aktiviert. Das Land Tirol möchte somit auf den Reiseverkehr auf der B179 Fernpassstraße reagieren. Bis einschließlich Sonntag, 13. September, gelten die Fahrverbote jeweils von Samstag 7 Uhr bis Sonntag 19 Uhr in beide Fahrtrichtungen.

Das Verbot gilt für alle Fahrzeuge, die sich auf der Durchreise befinden.

Ziel-, Quell- und AnrainerInnenverkehr bleibt ausgenommen

In einer Pressemitteilung verwies Landeshauptmann Günther Platter auf die extremen Verkehrssituationen an den Juliwochenenden. „Um die Sicherheit der Bevölkerung und Gäste zu gewährleisten, werden daher ab dem kommenden Wochenende wieder Fahrverbote auf den Ausweichrouten im Bezirk Reutte aktiviert.“

Während sich die Verkehrssituation in den vergangenen Monaten Corona-bedingt größtenteils als weniger belastend erwies, zeigte sich vor allem im Bezirk Reutte an den vergangenen Wochenenden ein anderes Bild: Starker Reiseverkehr auf der B 179 Fernpassstraße sorgte für intensiven Ausweichverkehr auf das niederrangige Straßennetz und durch die umliegenden Orte. „Der Stau-Ausweichverkehr ist eine Gefahr für die Verkehrs- und Versorgungssicherheit in den betroffenen Regionen und Ortschaften entlang der viel frequentierten Hauptreiserouten“, so Platter.

Die Fahrverbote im Bezirk Reutte betreffen folgende Straßenabschnitte:

- L 228 Pinswanger Straße (gesamter Verlauf); Zusätzlich ab der Einmündung der Abfahrtsrampe in fahrtrichtung Pflach bis zum Kreisverkerh in Pflach

- L 69 Reuttener Straße (ab Kreuzungsbereich zur L 396 Weißhausstraße/Anschlussstelle Vils) in Fahrtrichtung Pflach bis zum Kreisverkehr Wiesbichl in Pflach

Die Maßnahmen basieren auf Verordnungen der Bezirkshauptmannschaft Reutte. „Es handelt sich erneut um eine Notwehrmaßnahme, die verhältnismäßig und notwendig ist, um die Menschen im Raum Reutte vor den negativen Auswirkungen des Durchzugsverkehrs zu schützen“, argumentiert Verkehrslandesrätin Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe.

Weitere Informationen gibt es unterwww.tirol.gv.at/fahrverbote.

Erste Bilanz

LH Platter und seine Stellvertreterin LH Felipe ziehen nach dem vergangenen Wochenende eine erste Bilanz zu den Fahrverboten. Am Samstag, 1. August, und Sonntag, 2. August, wurden an drei Kontrollpunkten insgesamt rund 2400 Fahrzeuge an der Einfahrt auf Nebenstraßen und umliegende Orte gehindert und zurück auf die Fernpassstraße gewiesen. Vor allem am Samstag sei ein hohes Verkehrsaufkommen in Richtung Süden zu verzeichnen gewesen.

„Die Fahrverbote im Außerfern haben sich bewährt und zeigen ihre Wirkung als verkehrslenkende Maßnahme. Sie haben dafür gesorgt, dass die Ortsdurchfahrten von Reutte, Pflach und Pinswang sowohl am Samstag als auch am Sonntag staufrei geblieben sind“, sagte Platter.

Die Verkehrsteilnehmer haben laut Oberst Markus Widmann, Leiter der Verkehrspolizei, zum überwiegenden Teil verständnisvoll auf die Maßnahmen und die Zurückweisungen reagiert.

kb

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