Telefonbetrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus

Falscher Bankmitarbeiter am Telefon - Pfrontener um 4900 Euro betrogen

Männerhände tippen eine Telefonnummer in ein Festnetztelefon, neben dem Telefon ein Kugelschreiber.
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Ein Mann aus Pfronten ist am Freitagabend Opfer von Telefonbetrügern geworden.
  • Matthias Matz
    vonMatthias Matz
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Pfronten - Bereits am Freitagabend ist ein 41 Jahre alter Mann aus Pfronten von Telefonbetrügern um 4900 Euro erleichtert worden. Der Anrufer hatte sich als Mitarbeiter der Hausbank des Opfers ausgegeben.

Wie die Polizei berichtet, hat der 41-Jährige am Freitagabend einen vermeintlichen Anruf von seiner Hausbank erhalten. Der Anrufer teilte ihm demnach mit, dass Betrüger sein Bankkonto ausspioniert hätten und gerade eine Überweisung in Höhe von 4900 Euro vornehmen wollten.

Um die Überweisung zu stoppen, sollte der Mann die TAN durchgeben, die er auf sein Mobiltelefon bekam. Der Bankkunde dachte tatsächlich, dass er mit einem echten Bankmitarbeiter sprach und gab die TAN telefonisch durch.

Das rät die Polizei:

Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten heraus.

• Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.

Wenn Sie merken, dass Sie betroffen sind:
• Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet. Ändern Sie über einen zweiten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter, insbesondere Ihres homebankings.
• Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen.
• Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits getätigte Zahlungen zurückholen können.
• Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, auch wenn Sie den Betrug durchschauten und es beim Versuch blieb.

• Bitte sprechen Sie auch mit Verwandten, Bekannten und Ihren Nachbarn über die Betrugsmasche!

Nachdem der 41-Jährige die TAN an den Anrufer herausgegeben hatte, bekam er Zweifel an der ganzen Sache und beendete sofort das Gespräch. Im Anschluss rief er bei der Hotline seiner Bank an, die sofort sein Konto sperrte. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die 4900 Euro bereits überwiesen und konnten von der Bank auch nicht mehr storniert werden.

Wie die unbekannten Täter Zugang zum Onlinebanking des Geschädigten bekamen, ist bislang nicht geklärt. Die weiteren Ermittlungen zu dem Betrug hat die Polizei in Pfronten übernommen.

Die Masche ist der Polizei bekannt. Mit dieser und ähnlichen Betrugsmaschen erlangten Anrufbetrüger im Bereich des Kemptener Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West laut Pressestelle im ersten Quartal des Jahres bereits in rund 20 erfolgreichen Fällen etwa 500.000 Euro.

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