Geschenke für die Soldaten im Auslandseinsatz packen

Mit den Reservisten Rüdiger Bayer (rechts) aus Füssen und Horst Schädtler (links) aus Pfronten beim Osterpaketpacken: die Pfrontener Bürgermeisterin Michaela Waldmann, 3. Bürgermeister Manfred Seebold (Mitte) sowie Kommandeur Ulrich Schmidt-Narischkin (2. von links). Foto: Friedrich

Füssen – Für die 93 Soldaten aus der Allgäu Kaserne in Füssen, die derzeit im Auslandseinsatz sind, wurden am Samstag Geschenke gepackt. Den „Familientag“ hatte die Führung der Allgäu Kaserne auf die Beine gestellt. Hier hatten Angehörige die Gelegenheit sich auszutauschen.

Insgesamt 6000 Euro an Spenden stehen hier aktuell zur Verfügung, um nach den Präsenten zu Ostern auch noch die mit Leckereien gefüllten Weihnachtspäckchen im Advent auf den Weg zu bringen. „In Afghanistan haben wir 84 Mann und im Kosovo neun Mann. Jeder Soldat darf sich über den Paketgruß aus der Heimat freuen“, erklärte Hauptmann Philip Lanio vom Gebirgsaufklärungsbataillon 230. Hier hatte, wie vor rund 50 Angehörigen und weiteren Gästen der Kommandeur des Gebirgsaufklärungsbataillons 230, Oberstleutnant Ulrich Schmidt-Narischkin, erwähnte, Major André Buthmann alle Fäden der Organisation in der Hand. Der Major hatte auch noch Geburtstag und nahm die Glückwünsche entgegen. Einen symbolischen Geldbrief mit 500 Euro überreichte Michaela Waldmann. Die Bürgermeisterin aus Pfronten stellte kurz die Intention der jungen Patenschaft ihrer Gemeinde mit der Kaserne vor. Waldmann hatte zudem eine Delegation mitgebracht. Der hohe Stellenwert „unserer erst vor kurzem ins Leben gerufenen engen Verbindung zu den Soldaten und ihren Angehörigen“ wurde dadurch nicht nur in Grußworte gefasst, sondern demonstriert. Bereits den dritten „Familientag“ macht Nicole Leonhardt hier mit. „Wenn man mit einem Soldaten verheiratet ist, kann man bei dieser tollen Veranstaltung viel Verständnis im Austausch mit anderen Frauen finden“, erklärte die Füssenerin gegenüber dem Kreisbote. „Das stimmt, deshalb komme ich ebenfalls gern zum Familientag“, ergänzte Kathrin Heucken, die bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen neben ihr saß. „Wir stehen per Skype in Kontakt mit unseren Männern“, so Heucken. „Wer berufstätig ist wie ich, kann sich dabei ablenken. Dadurch wird die Situation erträglicher.“ Am Familientag wurde in einem separaten Raum die Möglichkeit einer Videokonferenz mit der Station in Masr-e-Sharif gegeben, die viele Frauen gern in Anspruch nahmen. Dass niemand allein gelassen werde, war der Tenor des Vortrags über die Aufgaben, die vom Familienbetreuungszentrum in Kempten bewältigt werden. Der Leiter, Feldwebel Frank Michael, lud dazu ein, „unser hilfreiches, stützendes Angebot zu nutzen“. Vom Referent kam darüber hinaus die Information über den „möglichen Umzug des Zentrums nach Füssen“. Der „Familientag“ in der Allgäu Kaserne ist vieles, „aber nie langweilig“, meinten die betreuten Mädchen und Buben, die malen und basteln durften, in Fahrzeugen mitfahren konnten und wie Mütter und Verwandte am Mittagstisch mit Essen versorgt worden waren. „Unser Familientag dient auch dazu, die Arbeitsplätze und die Stuben vorzustellen“, so Hauptmann Lanio. „Mit unserer Veranstaltung wird seitens des Bataillons die Würdigung bekräftigt, die den Angehörigen der Soldaten im Auslandseinsatz gilt.“ Auf Nachfrage des Kreisbote erklärte der Presseoffizier, dass derzeit keine Soldatinnen in Afghanistan oder im Kosovo ihren befristeten Dienst ableisten. Am Nachmittag kam dann der „Befehl“, den der Kommandeur bei der Begrüßung der Besucher angekündigt hatte: „Kuchen abräumen, Brotzeit aufbauen.”cf

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