"Farbige Subtilität"

Nach dem Sponsorenpreis im vergangenen Jahr hat der Kaufbeurer Künstler Peter Huf in diesem Jahr den Kunstpreis der Gemeinde Pfronten gewonnen. Sein Kimratshofer Kollege Werner Merzhäuser erhielt den mit 500 Euro dotierten Sponsorenpreis des Architekturbüros Babel Rampp. Es sei die farbige Subtilität gewesen, was ihn am Werk Hufs so fasziniert habe und schließlich auch den Ausschlag gab für die Preisverleihung, gestand Beppo Zeislmeier (SPD), Erster Bürgermeister der Gemeinde Pfronten, im Rahmen der Preisvergabe am vergangenen Freitag ein. Eine Namhafte Jury hatte sich der Bilder angenommen, die aus dem gesamten südbayerischen Raum und dem Außerfern eingereicht worden waren.

Jahre der Experimente Noch mehr als beim Kunstpreis hatte sich die Stifterin des Sonderpreises, die Architektin Dorothea Babel-Rampp, mit den Bildern beschäftigt und sogar Mann und Kinder bei der Auswahl hinzugezogen, sich dann aber klar für eine farbige , leider titellose Radierung Merzhäusers entschieden. Seit langen Jahren experimentiert Merzhäuser bereits mit dem „Druckverfahren“, bei dem auf Platten Formen entstehen, diese koloriert und danach auf einen Untergrund gedruckt werden. Wodurch sowohl Farben und Formen austauschbar sind, je nach Druckreihenfolge und Farbwahl immer wieder neue Variationen herauskommen. Komplett surreal sind die Werke Hufs, der in seiner Acryltechnik vor allem die Einflüsse verschiedener Kulturen zulässt und in dem diesjährigen Siegerbild ans Meer entführt, wo Gladiatorenschule zu besichtigen ist. Maurische Elemente sind in dem vor Farbigkeit sprühenden Bild ebenso zu erkennen wie mediterrane Einflüsse, sind die Gladiatorenfische, die in einer Schule (Schwarm) das Bild bestimmen. Zeislmeier interessiert Dabei aber sei es an sich egal, was auf dem Bild zu sehen sei, so der Künstler, der bewusst dem Betrachter die Gelegenheit geben will, sich seine eigenen Gedanken zu machen und seine eigene Interpretation des Bildes zu schaffen. Huf hatte vor zwölf Jahren bereits einmal gemeinsam mit Merzhäuser den Preis der Stadt Kempten gewonnen, auch künstlerisch sind die beiden miteinander verbunden. Beide Werke sowie die 53 weitere Bilder, Fotografien, Collagen und Radierungen sind im Rathaus der Gemeinde Pfronten im Rahmen der Ausstellung im Rathaus des Berufsverbandes bildender Künstler zu sehen. Auch können die Werke erworben werden – Bis auf die „Schule der Gladiatoren“ von Peter Huf. Auf dieses Bild hat Bürgermeister Beppo Zeislmeier bereits ein Auge geworfen, es soll die Gemeinde bereichern.

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