Viele Besucher erscheinen zu Robert Wilhelms Ateliereröffnung

Stylisch, farbenfroh und bequem

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Robuste Unikate: Elisabeth Hofer (rechts) und Robert Wilhelm (links) erklären den vielen Besuchern die erforderlichen Arbeitsschritte, um aus ausrangierten Ölfässern Kunstwerke mit Gebrauchswert zu gestalten.

Füssen – Robert Wilhelm hat im Magnus-Park sein neues Atelier eingerichtet und am 3. Adventssonntag zur Eröffnung eingeladen. 

Sie wurde zu einem glänzenden Anfang – dabei hatte Wilhelms Familie noch die bange Frage gestellt, ob Besucher aufs Gelände der ehemaligen Handwerke kommen würden, um die „Fass-Sessel“ in Augenschein zu nehmen. 

Robert Wilhelm und Elisabeth Hofer haben bei ihrer Vernissage im Magnus-Park wirklich ein schönes Angebot gemacht, das nicht alltäglich ist: man durfte sich auf von ihnen gestaltete Objekte setzen. So konnten die Besucher von einem solchen „Fass-Sessel“ aus in aller Gemütlichkeit beobachten, was sich im Atelier des Künstlers, der durch seine Graffiti überregional bekannt ist, abspielt. Wilhelms Atelier in Nachbarschaft von Julia Hiemers und Roman Babels Werkstätten hat offenbar Magnetwirkung. 

Dem vielseitigen Künstler, der in Heidelberg geboren ist und in Mannheim mit dem Diplom der Hochschule für Gestaltung ausgezeichnet wurde, war die große Freude ins Gesicht geschrieben, dass sich so viele Leute in seinem großräumigen Atelier umgeschaut haben, „in dem ich endlich den notwendigen Platz für meine Projekte habe“, so Wilhelm. Der Umzug hierher sei abgeschlossen, „jetzt gehe ich an meine Arbeit“. Ausgestellt ist das Ergebnis der Kooperation mit Elisabeth Hofer. Sie ist Raumausstatterin in Kammlach bei Mindelheim. „Mir ist Robert Wilhelm bei einer Sprayaktion aufgefallen, die im Sommer zum Programm beim Brückenhängerjam in Kempten gehörte”, so Hofer. 

Sie hatte bei diesem Event einen Stand und kam ins Gespräch mit Wilhelm. „Robert Wilhelm, der als Sprayer Trus bekannt ist, ist genau der Mann, der meine gepolsterten Sessel-Fässer mit den für ihn typischen farbenfrohen Motiven zum Kunstwerk macht“, erzählte Hofer. Die Idee, die sie „Upcycling“ nennen, setzen Hofer und Wilhelm harmonisch schrittweise um. Obwohl im Atelier auch Wilhelms großformatige Bilder hingen, zog es die Besucher immer wieder zu den Fass-Sesseln. 

„Sie sind schön – und auch sehr bequem“, war hier oft zu hören. Einen zukünftigen Schwerpunkt seiner kreativen Arbeit als neuer Mieter im Magnus-Park sieht Wilhelm „bei Projekten mit Füssener Schulen als ideenreiche Partner“. Da passt es gut, dass unter den Gästen von Wilhelms Vernissage auch Direktor Anton Wiedemann und Eva Andersson vom Gymnasium Füssen waren.

cf

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