90. Gautrachtenfest in Füssen

Bunte Trachten, Musik und Tanz

1 von 9
Über 80 Vereine ziehen beim Umzug im Rahmen des 80. Gautrachtenfestes durch Füssen.
2 von 9
Über 80 Vereine ziehen beim Umzug im Rahmen des 80. Gautrachtenfestes durch Füssen.
3 von 9
Über 80 Vereine ziehen beim Umzug im Rahmen des 80. Gautrachtenfestes durch Füssen.
4 von 9
Über 80 Vereine ziehen beim Umzug im Rahmen des 80. Gautrachtenfestes durch Füssen.
5 von 9
Über 80 Vereine ziehen beim Umzug im Rahmen des 80. Gautrachtenfestes durch Füssen.
6 von 9
Über 80 Vereine ziehen beim Umzug im Rahmen des 80. Gautrachtenfestes durch Füssen.
7 von 9
Über 80 Vereine ziehen beim Umzug im Rahmen des 80. Gautrachtenfestes durch Füssen.
8 von 9
Über 80 Vereine ziehen beim Umzug im Rahmen des 80. Gautrachtenfestes durch Füssen.

Füssen – Der Triumphzug der Trachtler vom Festplatz durch die Füssener Altstadt hat am Sonntagnachmittag tausende Schaulustige angelockt. Das 90. Gautrachtenfest des Oberen Lechgau-Verbands – ausgerichtet vom Verein „D`Neuschwanstoaner Stamm Füssen” – begann am Freitagabend mit Tanz und Musik.

Das bunte Programm setzte sich mit zahlreichen Gästen aus nah und fern am Samstagabend im Festzelt in der Kemptener Straße mit dem „Gauheimatabend“ fort. Am Sonntagvormittag hatte nach dem Weckruf der Böllerschützen der Gottesdienst unter weiß-blauen Himmel sicher einen Besucherrekord. Stadtpfarrer und Dekan Frank Deuring zelebrierte vor mindestens tausend Gläubigen am Schrannenplatz die Heilige Messe. War dieses imposante Bild noch zu steigern? Für 13.30 Uhr war der große Festzug mit fast 80 Gruppen angekündigt. Dass der Aufmarsch mit zahlreichen Pferdewagen, Trommlerzug, Blasmusikkapellen und den Fußgruppen der Vereine in Tracht so ganz locker entspannt vor der sonnenbeschienenen Altstadtkulisse über die Bühne ging, grenzte fast schon an ein kleines Wunder.

In der Ottostraße, am Denkmal des Prinzregenten und in der plötzlich eng wirkenden Fußgängerzone herrschte eine angenehm persönliche Atmosphäre. Die Vereine bewältigten stolz in teilweise strenger und teilweise lockerer Formation die vielen Kilometer hinter der voraus getragenen Fahne. Die Hände in die Hüfte gestützt wirkten die Trachtenmädl fast schon wie Erwachsene. Die Ernsthaftigkeit – auch bei den stolz marschierenden Buben – löste sich auf, als es Eis zum Schlecken gab. Die allerkleinsten Trachtler wurden von den Erwachsenen im Leiterwagen mitgezogen. Haben diese Vereine, die die Kultur ihrer Heimat mit großer Tradition bewahren, ein Nachwuchsproblem, ähnlich den Sportclubs und ehrenamtlich tätigen Hilfsorganisationen? Wer den Festzug sah, sah gleichzeitig auch die Zukunft im Verbandsleben im Oberen Lechgau. 

Lokalprominenz wie die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker hatten reservierte Plätze in einer Kutsche gefunden. 

Eine lebendige Kultur

Der Darsteller eines selbstbewussten künstlerischen Handwerkmeisters erinnerte an Füssen als die Wiege des Geigenbaus. Auch wenn die Motivwagen für Zugereiste nicht immer verständlich waren, waren sie doch eine Augenweide und Zeugnis einer lebendigen Kultur. Weil alles so reibungslos lief, hatten die Helfer genügend Zeit, um vor allem den Gästen aus dem fernen Asien das Gesehene etwas näher zu erläutern. Doch es blieb nicht bei Fragen und Erklärungen in englischer Sprache. Großzügig gewährten die Alphornbläser, die den Schluss des Festzugs bildeten, einer begeisterten Japanerin den Versuch, ins lange Horn zu blasen. Dieses Instrument blieb allerdings beim Versuch der jungen Touristin stumm wie ein Fisch.

An den abgesperrten Straßen in der Altstadt lief dabei der Festzeichen-Verkauf aus dem Bauchladen wie am Schnürchen. Auch Mitglieder des FC Füssen hatten die Ärmel aufgekrempelt, um wie hunderte andere freiwillige Helferinnen und Helfern einen Beitrag zum Erfolg des Gaufestes zu leisten, das 2017 zum fünften Mal in Füssen organisiert worden war. „Wir haben die Bitte gern erfüllt und mit mehreren Mann im Festzelt ausgeholfen“, erklärte der Erste Vorstand Rudolf Vieweger auf Nachfrage des Kreisbote

Lob für Ausrichter 

Schirmherr Herzog Franz von Bayern ließ sich durch eine charmante Baronin vertreten, die ihre Aufgabe als Repräsentantin glänzend erfüllte. Auch der Ausrichter „D´ Neuschwanstoaner Stamm Füssen“ machte seine Sache gut. Er wurde von allen Seiten respektvoll gelobt. Richard Hartmann, Sprecher der „D`Neuschwanstoaner“, brachte die drei Tage in harmonischer Gemeinschaft auf den Punkt, wenn er seine Eindrücke nach dem Festausklang mit Blasmusik der Musikkapelle Weissensee öffentlich bekannte: „Vergelt`s Gott!“.

Chris Friedrich

Auch interessant

Meistgelesen

Die Arbeiten beginnen
Die Arbeiten beginnen
"Wir wollen Frauen Mut machen"
"Wir wollen Frauen Mut machen"
Stadtverwaltung im Tiefschlaf?
Stadtverwaltung im Tiefschlaf?
Zurück in die Goldenen Zwanziger
Zurück in die Goldenen Zwanziger

Kommentare