Vier Millionen-Marke geknackt

Allgäu: So viele Urlauber wie noch nie

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Mit seinen grünen Hügeln, blauen Seen und seinen Alpen lockt das Allgäu jährlich viele Urlauber, hauptsächlich aus Deutschland, an. Zu den „Hotspots“ zählt dabei auch der Forggensee.

Allgäu – Zum ersten Mal haben 2019 über vier Millionen Gäste ihren Urlaub im Allgäu verbracht. Das teilt die Allgäu GmbH mit. Das ist ein Plus von 1,9 Prozent und entspricht 75.499 neuen Gästen. Sie blieben im Durchschnitt 3,4 Tage und erzeugten 168.937 zusätzliche Übernachtungen. Das ist ein Plus von 1,3 Prozent.

Seit Jahren bewege sich die Tourismusbilanz auf hohem Niveau nach oben, so die Allgäu GmbH. Doch im vergangenen Jahr zählte das Unternehmen erstmals in der Tourismusgeschichte über vier Millionen Gäste. 87,6 Prozent aller Urlauber stammten aus Deutschland. 

Nur 12,4 Prozent der Besucher entfielen auf ausländische Gäste. Die meisten Übernachtungen hatten dabei die Schweizer mit 29 Prozent und die Niederländer mit 13 Prozent. 6,8 Prozent kommen aus Österreich, damit haben die Allgäuer Nachbarn Urlauber aus China überholt. 

Deren Anteil lag 2019 bei 6,5 Prozent. Legt man diesen Zahlen das durchschnittliche Ausgabeverhalten von 118 Euro pro Übernachtungsgast im Allgäu zugrunde, so ergibt sich eine stattliche Summe von 1,6 Milliarden Euro. 

Sie wurden nach Angaben des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) an der Universität München durch die neuen Übernachtungen erwirtschaftet. Urlaub in Deutschland, in Bayern sei beliebt wie nie. Und doch sei das Allgäu dabei laut „TrustScore” noch ein wenig beliebter als andere Regionen. 

Das Allgäu steht demnach seit Jahren auf Platz eins und kann die Punktezahl ständig erhöhen. Allgäuer Hoteliers und Gastgeber überzeugen laut Allgäu GmbH vor allem durch Qualität. 

Doch auch die Orte und Dienstleister der Tourismuswirtschaft, von den Bergbahnen über die Alpwirtschaft und Gastronomen bis hin zu den Outdoor-Anbietern, stünden demnach für authentische und nachprüfbare Qualität. 

Wichtige Markenbotschafter

Durch die Bündelung der Marketingmittel, dem Netzwerk und unter dem Dach der Qualitätsmarke Allgäu sei das Allgäu zu einer führenden Destination Bayerns geworden. Nicht zuletzt auch durch Markenbotschafter wie dem Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek aus Oberstdorf oder Starkoch Christian Henze aus Kempten.

 „Mit unserer Marken- und Destinationsstrategie 2030 verfolgen wir weiter eine starke Profilierung von Qualitätsangeboten”, erklärte Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. „Dazu gehören gleichermaßen Konzepte zur Besucherlenkung im Bereich des Naturschutzes wie im Bereich verknüpfter Mobilität. Mit unseren Forschungsprojekten und in der praktischen Anwendung werden wir auch künftig führend und richtungsweisend für den Tourismus in Bayern sein.” 

In den vergangenen zehn Jahren zählte die Allgäu GmbH 1,5 Millionen neue Urlauber und 3,1 Millionen mehr Übernachtungen. „Diese Bilanz zeigt uns, wie sehr sich Investitionen in den Tourismus auf allen Ebenen auszahlen und Wertschöpfung schaffen. Bei dieser Linie müssen wir bleiben und die politischen Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft weiter verbessern, wo immer dies möglich ist“, meinte der Vorsitzende des Tourismusverbands Allgäu/Bayerisch-Schwaben und Landtagsabgeordneter, Klaus Holetschek (CSU). 

Als Staatssekretär für Bauen und Verkehr habe er aber auch die komplexe Mobilität im Blick. Gemeinsam arbeite man auch hier an verschiedenen Lösungen, die sowohl Einheimischen als auch Urlaubern entlasten. Das Ergebnis sei ein Teil der Marken- und Destinationsstrategie Allgäu 2030.

kb

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