"Chili´s" sind nicht zu stoppen

Die Männer von Team Carnaby – vorn Mike Smith und Michael Knarr – machen mit den Gegnern beim Tauziehen kurzen Prozesse.

Füssen – Markus Gmeiner hatte am 3. Juli im Klosterhof grünes Licht für die 24. Füssener Sporttage gegeben. Danach sind die Red Hot Chili`s mit Alexandra Knestel nicht mehr zu stoppen gewesen. Das Team wurde am Samstag zusammen mit anderen Sportlern beim Sportstudio Füssen geehrt.  

Das leicht favorisierte Team Carnaby mit Fußballspielern des FC Füssen holte sich nach zehn Wettbewerbstagen in der Tat Gold im Mannschaftswettbewerb. Weitere Sieger sind der erst 15-jährige Läufer und Schütze Markus Gmeiner und Goran Stankov, der schon 2010 und 2011 triumphiert hatte. Beifallstürme erntete der 75-jährige Siegfried Ellmauer, der der älteste Teilnehmer bei der „Stadtolympiade“ war. 

Nach dem Medaillenregen feierte die Sportjugend aus Füssen, Schwangau und dem Umland mit DJ Tomix eine Party. Doch schon ab 17 Uhr war es hier „wild zugegangen“, als sich 140 Kinder und Jugendlichen bei Füssens Bürgermeister Paul Iacob teils fröhlich, teils cool ihre Trophäen abholten. Schon im dritten Jahr dabei war die elfjährige Melina Stempfle von den siegreichen „Kichererbsen“. Ihre Freundin Johanna Streit stand wiederum mit den Pfrontner Turboflitzern oben auf dem Podest. Ihr Können hatte zwischen den Programmteilen die Mädchengruppe der Ballettschule Zaharia gezeigt. 

Die Freude war groß, dass die Sportler, die laut Moderator Marcus Bleicher ohne „ein gegnerisches Verschulden bei fairen Spielen“ verletzt wurden, mit Krücken oder Verband im Partygetümmel auftauchten. 

Auf dem Ergometer statt auf dem Boot rudern 

Elf Damen-Mannschaften hatten sich an der „Stadtolympiade 2014“ beteiligt. Es waren sechs Disziplinen zu absolvieren. Weil sie beim Schwimmen als Vorletzte abschnitten, mussten sich die schärfsten „Chili`s“-Herausforderer „Ladykracher“ am Ende mit dem fünften Platz begnügen. Bei der Füssener Stadtolympiade gab es nicht nur gute Leistungen, sondern auch Kurioses zu beobachten. Mangels Booten „ruderten“ die Einzelkämpfer auf Ergometern am Forggensee-Ufer. Mit der Vorjahressiegerin Irene Oster wollte sich 2014 keine Athletin messen. Daher hofft die starke Läuferin, dass bei der 25. Stadtolympiade im nächsten Jahr auch wieder Konkurrentinnen am Start sein werden. 

Elf Einzelkämpfer fanden sich dagegen zum Schießen im Schützenhaus ein. Nachdem Goran Stankov als Letzter eingetroffen war, hatte er jedoch im Wettkampf die Nase vorn. Einmal mehr leitete Frank Waas den Wettbewerb. Dabei trat Irene Oster als einzige Teilnehmerin an. Doch auch sie war am Tisch in der Gaststube der Königlich Privilegierten Schützen dabei, an dem es vor dem Gang zum Schießstand hieß „Zielwasser trinken“. Mit unterschiedlich großer Erfahrungen im Schießen traten die Sportler schließlich an die acht Plätze. Fünf Probeschüsse waren erlaubt, „meinetwegen auch mehr“, sagte der Wettbewerbsleiter. „Fünf sind genug“, so Siegfried Ellmauer. „Sonst tut mir mein Arm schon vor den Wertungsschüssen weh“, schmunzelte er. Geübt habe er in jüngeren Jahren als Bub „auf dem Rummel“ beim Blumenschließen. Zehn Schuss kamen in die Wertung. Hier belegte Ellmauer den dritten Platz hinter Markus Schweinberg. 

Spannung bis zum Schluss 

Der sechsten und letzten Wettbewerb der Mannschaften „Damen“ und Herren“ war das Tauziehen, das auf einer Weidach-Wiese stattfand. Die war dieses Jahr feucht. Die Häckstixx wussten, dass „die zehn Punkte Vorsprung des führenden Teams Carnaby kaum mehr aufgeholt werden konnten“, so ihr Kapitän Magnus Lang. Die Mannschaft winkte aber noch der zweite Platz. Sie holte Silber. Die Sumpfgrattler befanden sich ebenfalls in Lauerstellung und holten sich die Bronzemedaille. Stärkstes Crew war das „Bannwaldsee Team“, das sich dank Tauziehen auf den 16. von 23 Plätzen verbessern konnte. cf

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