Experten-Trio stellt sein neues Buch über den Lauten- und Geigenbau in Füssen vor

Wissenschaft für Nichtwissenschaftler

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Sozusagen taufrisch: Thomas Riedmiller (2.v.l.) und Klaus Martius (3.v.l.) stellen das neueste Werk über den Füssener Geigen- und Lautenbau vor.

Füssen – Gemäß einem alten deutschen Sprichwort könnte man sagen: „Aller guten Dinge sind drei.“ Das trifft zumindest auf die Zahl der Autoren zu, die das neue Buch „Füssener Lauten- und Geigenbau europaweit“ geschrieben haben.

Jetzt stellten sie das Werk im Colloquium des Museums der Stadt Füssen feierlich der Öffentlichkeit vor. Rund 40 Jahre nach den bis dato letzten beiden Büchern über den Füssener Lauten- und Geigenbau haben Prof. Dr. Josef Focht, Klaus Martius und Thomas Riedmiller „ein wunderbar gestaltetes Buch“ verfasst, wie Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) bei seiner Begrüßungsansprache an die zahlreichen Besucher im Colloquium betonte. 

Voll des Lobes über das „wissenschaftliche Werk, das aber so gestaltet ist, dass es auch Nichtwissenschaftler begeistern dürfte“, wie Iacob hinzufügte, äußerte sich auch Stefanie Eva Clement vom Friedrich Hofmeister-Musikverlag, der das Buch heraugegeben hat. Demzufolge nannte sie es „ein wunderbares, sehr umfassendes Werk für einen großen Kulturkreis“. 

Es sei geplant, so Clement weiter, das Buch später auch in italienischer sowie englischer Sprache erscheinen zu lassen. Viele Informationen Von den Autoren, die mehrere Jahre an dem Buch geschrieben haben, waren bei der feierlichen Veranstaltung allerdings nur Martius und Riedmiller anwesend, die gleichwohl ausführlich über ihr Werk informierten. 

Dabei erklärte Martius, der beim Germanischen Museum in Nürnberg arbeitet, dass der Fokus in diesem Buch hauptsächlich auf „die analytische Reflektion des bisherigen Kenntnisstandes des Füssener Geigen- und Lautenbaus, eingebettet in die gesamteuropäische Kulturgeschichte“ gerichtet sei. 

Im Zuge dessen haben die Verfasser demnach etwa die Produktionsweise von Lauten und Geigen genauso unter die Lupe genommen wie deren Verteilungswege, ergänzte der ehemalige Kulturamtsleiter Riedmiller. Dabei hätten sie versucht, „die Produktionsweisen der Geigen- und Lautenbauer möglichst lebensnah zu beschreiben“ und damit „eine makroanalytische Darstellung mit mikroskopischen Beobachtungen“ zu präsentieren.

In insgesamt 33 Kapiteln werden dabei „der Instrumentenbau und der Instrumentenhandel aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet“, sagte Martius. Er gab allerdings auch zu, dass „trotzdem vieles auch noch hypothetisch“ geblieben sei. „Mit diesem Buch ist die Forschung nicht vorbei“, betonte er und stellte klar, dass er und seine zwei Mitautoren „die Bedeutung dieses Kunsthandwerkszweiges“ in dem Werk zum Beispiel auch „mit großzügiger Bebilderung“ hervorzuheben bestrebt gewesen seien.

lex

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