Handwerkskammer spricht 148 neue Gesellen im Füssener Festspielhaus frei

Handwerk feiert den Nachwuchs

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Feierliche Zeugnisübergabe für zehn der 13 besten Gesellinnen und Gesellen auf der Bühne des Festspielhauses.

Füssen/Landkreis – Gleich mehrere Redner auf der Bühne des Festspielhauses am Forggensee betonten anlässlich der Freisprechungsfeier für den Nachwuchses der Kreishandwerkerschaft Füssen-Marktoberdorf und Kaufbeuren.

„Gott schütze das ehrbare Handwerk.“ Insgesamt 148 junge Gesellinnen und Gesellen aus verschiedenen Handwerksbranchen erhielten am vergangenen Donnerstagabend ihre Zeugnisse. Bevor es aber soweit war, sprach der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Hans-Peter Rauch, jene Worte, auf die die meisten unter den anwesenden Junggesellen drei Jahre lang hingearbeitet hatten. So sagte er: „Nach altem deutschen Handwerksbrauch spreche ich euch öffentlich und feierlich frei.“

Der Allerbeste: Alexander Leinsle (2. v. r.) bestand die Gesellenprüfung als Fleischer mit der Gesamtnote 1. Dafür zeichneten ihn Hans-Peter Rauch (2. v. l.) und Robert Klauer (r.) aus.

Der Freispruch gelte jedoch nicht für die Verpflichtung der jungen Menschen, ihr ganzes Leben lang weiter zu lernen. Damit verdeutlichte er in seiner Festrede, dass der Karriereweg im Handwerk „ein langer Weg“ sei. Auf diesem Weg hätten die frischgebackenen Gesellen gleichwohl „einen sehr wichtigen Meilenstein erreicht“, nachdem sie viele Hindernisse überwunden hätten.

Darüber könnten sie froh sein und auch feiern, erklärte Rauch weiter. Er appellierte an die Anwesenden, sich an diesem Meilenstein nicht dauerhaft auszuruhen. Sie sollten vielmehr Kraft und Motivation aus dem bisher Geschafften schöpfen, um ihren nächsten Meilenstein zu erreichen, der der Meistertitel sein könne.

 „Den anzustreben kann ich ihnen nur unbedingt empfehlen“, betonte Rauch. Dann stünden den Frauen und Männern auch „viele weitere Wege“ offen. Schließlich bezeichnete er das Handwerk als „Leistungsträger der Wirtschaft“, bevor er den Gesellen alles Gute für ihre Zukunft wünschte. 

Alle Türen stehen offen

Den jungen Frauen und Männern gratulierte auch der stellvertretende Kreishandwerksmeister Josef Ambros zu ihrer Freisprechung. Dabei sagte er: „Freisprechung bedeutet Freiheit.“ Infolgedessen stünden den Junggesellen nun alle Türen offen, nachdem sie in der „weltweit besten Handwerksausbildung“ ein starkes Fundament geschaffen hätten. Ambros beschied dem Handwerk nach wie vor einen „goldenen Boden“ und ermunterte den Handwerkernachwuchs, den handwerklichen Karriereweg weiterzugehen sowie ein eigenes Profil zu entwickeln. 

In die Liste der Gratulanten reihte sich denn auch der Intendant des Festspielhauses, Florian Zwipf-Zaharia, ein, der sich zudem darüber freute, dass „unser Haus für ihre Krönungsfeier auserkoren wurde". Der stellvertretende Vorstand der Sparkasse Allgäu, Rochus Nickl, rief den 148 Frauen und Männern indes zu: „Wir brauchen Sie!“ 

Viele Gratulanten

 Die Leiterin der Berufsschule Ostallgäu, Ulrike Devries, gratulierte den Junggesellen hingegen sowohl dazu, dass sie heute die Früchte ihrer Arbeit ernten als auch, dass sie an sich geglaubt hätten. Für den musikalischen Rahmen des Festprogramms am Ufer des Forggensees sorgte übrigens die bekannte Oberallgäuer Mundart-Gruppe „Losamol“. Die Moderation der Veranstaltung hatte Lars Peter Schwarz übernommen.

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