Feierlicher Appell zum Geburtstag

Auch die Mitglieder der Ortskameradschaft Füssen waren beim Appell zum Bataillonsgeburtstag mit dabei. Foto: cf

Fünf Jahre schon gibt es das Gebirgsaufklärungsbataillon 230, das sich seit seiner Aufstellung inzwischen bereits bei drei Auslandseinsätzen in Afghanistan bewähren konnte. Der öffentliche Appell in der Garnisonsstadt Füssen machte auf dem Gelände beim ehemaligen Kurhaus auch mit den Ehrungen deutlich: Für die in der Allgäu Kaserne stationierten Soldatinnen und Soldaten setzen sich die „schweren Zeiten“ fort, schon im Februar führt sie ihr nächster Einsatz ins Ausland. Die Truppe habe sich in fünf turbulenten Jahren, so Kommandeur Ulrich Schmidt-Narischkin, stets als eine „ausgezeichnete Crew“ erwiesen.

Heute sei von den Herausforderungen der Aufbaujahre nichts mehr zu spüren. Dank des Schwungs aller bei den Übungen „ist in kurzer Zeit“ – das unterstrich die Rede - ein voll etabliertes Aufklärungsbataillon auf die Beine gestellt worden. Was die Einsätze und Ausbildungen der nächsten Jahre betreffe, gewinne dieses Bataillon an Fahrt. „Auch dank enormer Bautätigkeiten innerhalb der Kaserne in Füssen gehen wir fröhlich voran“, sagte der Kommandeur unter starkem Beifall. Dass die Stadt mit ihren Bürgern zu den Soldaten in der Allgäu Kaserne in enger und stets einer guten Verbindung stehe, werde sicher „im fernen Berlin gehört“, wo Entscheidungen getroffen werden. Eine Veranstaltung wie der öffentliche Appell sei „in vorzüglicher Weise“ dazu geeignet, die entsprechenden Signale zu den Verantwortlichen auszusenden, hieß es mit Blick auf die Bundeswehrreform. Der Stellenwert der Allgäu Kaserne und damit verbunden die Wertschätzung der jungen, in Füssen lebenden Familien sei hoch, sagte Bürgermeister Paul Iacob in seiner Rede. Darüber hinaus ging er auf „die engen Verbindungen von Tradition und modernen Entwicklungen“, ein. Die Symbole dafür sind längst das Edelweiß und die (Aufklärungs-)Drohne. Mit Brigadegeneral Michael Matz, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 als Gast aus Bad Reichenhall, und dem Kommandeur des GebAufklBtl 230 stand das Füssener Stadtoberhaupt auf einem Podest, an dem vorbei die Soldatinnen und Soldaten um 15.30 ihren Rückmarsch in ihre Kaserne antraten, zu dem die 1. Füssener Böllerschützen einen dreifachen Ehrensalut abfeuerten. An den Appell schlossen sich am späten Nachmittag hier noch Feierlichkeiten als „Bataillonsbiwak“ mit allen Soldaten, den Familienangehörigen und Vertretern der Stadt Füssen, der Patengemeinden der Kompanien sowie der Reservistenkameradschaften an.

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