Fast 100 Kinder nehmen am Luziafest in der Krippkirche teil

Traditionelle Prozession

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Bevor sich die Prozession von der Krippkirche zum Lech in Bewegung setzt, gibt es erst einmal Brezen zur Stärkung der zahlreichen Teilnehmer.

Füssen – Über 80 Mädchen und Buben haben heuer im Vorfeld der Luziafeier am Mittwochabend beim Basteln der Luziaschiffchen mitgemacht.

Nach einer Feier in der Krippkirche und der obligatorischen Prozession setzten die Kinder die leuchtenden Kunstwerke mit Hilfe der Feuerwehr in den dunklen Lech. „Zum Basteln sind diesmal so viele Kinder wie noch nie in den Jahren zuvor gekommen“, freute sich Pfarrhelferin Brigitte Böck im Gespräch mit dem Kreisbote. 

Alljährlich laden Katholische Kurseelsorge und die Pfarreiengemeinschaft zu der Veranstaltung für Vorschul- und Grundschulkinder ein. „Wir haben im Kindergarten in Hopfen und im Franziskanerkloster gebastelt“, berichtet Böck über den Auftakt zur traditionellen Feier in Erinnerung an die Heilige, die zu Lebzeiten heimlich mit einem Lichterkranz auf dem Kopf verfolgte Frühchristen mit Lebensmitteln versorgt hatte. Nach der Bastelstunde, an der auch der sechsjährige Niklas mit seinen Schwester teilgenommen hatte, war der Treffpunkt die Krippkirche in der Fußgängerzone. 

Davor stand schon die obligatorische Kutsche. „Wir machen das jedes Jahr sehr gern“, so Tobias Kotz aus Schwangau. Sein Bruder Stefan saß derweil auf dem Kutschbock, hatte die Zügel in der Hand und wartete vor der Kirchtreppe auf die Fahrgäste. „Fackeln, Fackeln“, riefen im Chor Buben, als Kurseelsorger Christian Schulte ans Verteilen ging. Der sich jetzt bildende Zug bekam durch den Fackelschein noch mehr feierliche Atmosphäre. 

Als die Luzia-Darstellerin (Josephine Schulte) mit ihrem ebenfalls in Weiß gekleideten kleinen Gefolge sowie der neue Kaplan Christian Wolf Platz genommen hatten, ging es los in Richtung Stadtbrunnen. 

Lange Prozession

Der kalte, aber trockene Abend hatte die Teilnehmerzahl der beliebten Veranstaltung weiter in die Höhe schnellen lassen. Denn verschiedene Passanten in der Fußgängerzone schlossen sich ganz spontan der langen Prozession zum Lech an. „Wir haben eine Stunde gebraucht, dann war das Schiffchen fertig“, so Niklas, der sein Bastelwerk behutsam in Richtung Lechhalde trug, wo sich der Zug teilte. 

Während die beiden Pferde mit der Schwangauer Otto-Kotz-Schlittenkutsche in Richtung Brotmarkt weiter zogen, ging es für die große Fußgängergruppe hinunter zum Lech. 

Strömung und Wind

„Falsche Richtung“, stellten manche Besucher am Ufer des dunklen Lechs später mit Blick auf die vielen schwimmenden Leuchtschiffchen fest. Strömung und der Wind waren dafür die Ursache. „So können wir die leuchtenden Bastelarbeiten länger sehen“, meinte dagegen der Füssener Feuerwehr-Kommandant Thomas Roth, der mit vier seiner Feuerwehrkameraden die Aktion schließlich zu Ende brachte.

cf

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