Pater Pius Waldenmaier feiert sein 50-jähriges Priesterjubiläum und blickt auf sein Wirken zurück

Vom Oden- in den Regenwald

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Pater Pius – hier in der Sakristei von St. Stephan – feiert sein 50-jähriges Priesterjubiläum im Franziskanerkloster in Füssen. Hier leben elf Ordensbrüder.

Füssen – Pater Pius Waldenmaier aus dem Füssener Franziskanerkloster ist vor 50 Jahren in München zum Priester geweiht worden. Zusammen mit seinen Ordensbrüdern feierte er jetzt sein Jubiläum.

An dem gut besuchten Gottesdienst in St. Stephan schloss sich ein Stehempfang an. Gesprächsthema war hier die lange Zeit des Wirkens von Pater Pius als Pfarrer in Hopfen. Seinen Ruhestand verbringt er in Füssen, in der von Klostervorsteher Pater Vinzenz geleiteten Ordensgemeinschaft. Der 77-jährige Jubilar stammt aus der Nähe von Heilbronn. 

„Ich wurde als zweiter von fünf Söhnen eines Schreiners und Bundesbahnarbeiters geboren. Mein Taufname war Bruno“, erzählt Pater Pius. Seit Ostern 1958 ist er Franziskaner. In den Orden trat er in Bamberg ein. 

Ruhestand in Füssen 

Der Franziskanerpater blickt auf ein aktives Leben zurück. Wenn sich, selten genug, die Gelegenheit ergebe, sein Spanisch weiter zu pflegen, sei er mit Herzen dabei, „damit ich diese schöne Sprache nicht vergesse“. 

Die hatte er zehn Jahre lang intensiv geübt. Denn 1967 hatte ihn der Orden als Missionar nach Bolivien gesendet. Dieser Auslandseinsatz zur Verkündigung des Evangeliums ist in einem Film des Bayerischen Rundfunks dokumentiert: „Vom Odenwald in den Regenwald“. Von Mesner Max Fischer, weiterhin im Dienst von St. Peter und Paul in Hopfen, wurde Pater Pius herzlich begrüßt, als er nach weiteren Stationen in München und auf dem Engelberg vor vier Jahren den Ruhestand in Füssen antrat. 

Die Reaktion Fischers verwundert nicht. Schließlich hat Pater Pius über 20 Jahre hier in Füssen und Hopfen am See als Kurseelsorger und Pfarrvikar gewirkt. Zu dieser Zeit, an die sich Pater Pius gern erinnert, hatte die Diözese mit der Sanierung des Klosters begonnen. Diese Aufgabe begleitete er mit Sachverstand. 1998 wurde Pater Pius Waldenmaier zum Stellvertreter des Provinzials gewählt. Um die vielseitige Aufgabe auszufüllen, zog Pater Pius nach München. 

Anschließend löste er Pater Heribert Neumeier als Missionsprokurator ab. Wenn Besucher bis 26. August dienstags den Vortragssaal des Franziskanerklosters betreten, sollten sie wissen: die „Füssener Kurgespräche“ gehen auf eine Idee von Pater Pius Waldenmaier zurück.

Chris Friedrich

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