Feneberg darf nun umziehen

Über 40 Seiten stark war die Liste der Einwände, die Gegner und Kritiker des Feneberg-Umzugs von der Allgäuer in die Meilinger Straße im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans eingebracht haben. Luft, Lärm und Verkehr zogen sie hauptsächlich als Gründe gegen das Bauprojekt heran – genutzt hat es nichts. Mehrheitlich beschlossen die Gemeinderäte vergangenen Donnerstag, dass Feneberg bauen darf.

Bei einigen Einwänden fiel es Planer Ferdinand Kaiser leicht, zu begründen, warum sie nicht in den Bebauungsplan einfließen. So forderten mehrere Anwohner, dass erst ein Gutachten nach „TA Luft“ erstellt werden müsse. Dass, so Kaiser, sei allerdings nur in Ballungsgebieten nötig. „Ballungsräume sind der mittlere Ring in München oder die Innenstadt von Kempten“. In Pfronten gebe es keine solchen. Auch Zweifel am Lärmschutzgutachten schmetterte Kaiser ab. Der Gutachter sei anerkannter Sachverständiger. In die Satzung aufgenommen wurde die Regelung, dass Schneeräumen erst ab 6 Uhr morgens erlaubt ist. Knapp liegt der geplante Feneberg unter der für Mischgebiete zulässigen Maximalfläche für Geschäfte. 792 Quadratmeter machen die aus, 800 dürfen es sein. Bei einigen Räten war zudem noch der Wunsch präsent, das Areal für Seniorenwohnungen zu nutzen. Gemeinderat Alfons Haf präsentierte eine Reihe von Alternativstandorten für den Supermarkt und plädierte dafür, das Gelände neben Seniorenheim und Senioren-Eigentumswohnungen wie ursprünglich angedacht frei zu halten. „Die Läden (In der Meilinger Straße) profitieren mehr von Senioren als vom Feneberg“, erklärte er – und überzeugte damit sogar den 2. Bürgermeister Philipp Trenkle. Auch der sprach sich letztendlich dafür aus, noch keinen Bebauungsplan zu beschließen sondern nach weiteren Optionen zu suchen. „Wir verbauen uns die Möglichkeit, das Curanum zu unterstützen“, urteilte er. Sieben Gegenstimmen Dem trat Bürgermeister Josef Zeislmeier (SPD) vehement entgegen. „Ich halte diese Argumentation für völlig falsch“, erklärte er. Schließlich hätten die Planungen für das Areal nie ein Seniorenheim beinhaltet, sondern immer nur Eigentumswohnungen. Und die, erinnerte er, hätten sich eben nicht verkauft. Das sei der Grund dafür, dass das Gelände Jahre lang brach lag. Allen Alternativen für andere Feneberg-Standorte erteilte er eine Absage. Auch ein eventueller Zukauf von Land am jetzigen Standort würde die Probleme der Firma Feneberg nicht lösen. Mit elf zu sieben Stimmen gab der Gemeinderat dem Vorhaben grünes Licht.

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