Weiter in der Schwebe

"Ferienausschuss" der Füssener Stadträte verschiebt Diskussion um die Zukunft des Edeka-Markts

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Der Edeka in der Hopfener Straße will sich vergrößern, um den heutigen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Wo das allerdings sein wird, ist derzeit noch unklar.

Füssen – Eigentlich hätte der „Ferienausschuss“ am Dienstag über die Zukunft des Edeka-Markts in Füssen entscheiden sollen. Es geht darum, ob das Lebensmittelgeschäft in der Hopfener Straße bleiben soll oder in den ehemaligen Obi-Markt im Moosangerweg einziehen darf.

Doch der Punkt wurde in der Sitzung von der Tagesordnung genommen. „Es sind noch nicht alle nötigen Unterlagen da“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD).

Nachdem der Obi-Markt im Oktober 2018 seine Türen schließen musste, steht das Gebäude am Moosangerweg leer. Im November 2019 gab der Besitzer, die Gebrüder Immler Treuhand KG, bekannt, dass eine Indoor-Actionsportanlage in das Gebäude ziehen will. Und auch dm und Edeka wollen sich jetzt hier ansiedeln (der Kreisbote berichtete). 

Denn der Lebensmittelmarkt will sich vergrößern, um den heutigen Maßstäben und Kundenbedürfnissen zu entsprechen. Dafür könnte er entweder in der Hopfener Straße bleiben oder in das ehemalige Obi-Gebäude einziehen. Für Letzteres gibt es bereits einen Mietvertrag und auch die Regionalleitung der Edeka Südbayern Handels Stiftung & Co. KG bevorzugt diesen Standort, weil er einfacher, großzügiger und vor allem zeitnah realisiert werden könnte, so die Stadtverwaltung. 

Bevorzugter Standort

Die Markt und Standort Beratungsgesellschaft mbH kommt in ihrer Auswirkungsanalyse zu einem etwas anderen Ergebnis. Zwar seien beide Standorte städtebaulich verträglich, aber nicht vollständig mit den Empfehlungen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) kompatibel. Im direkten Vergleich sei der Standort an der Hopfener Straße aus städtebaulichen Gründen als spürbar verträglicher einzustufen. Denn dieser Markt sei kleiner geplant und sehe keinen Drogeriemarkt vor. Zudem liege er näher an fußläufig erreichbaren Wohngebieten.

Auch die Werbegemeinschaft Füssen hat klar zu der Sache Stellung bezogen. Was sie dazu sagt, lesen Sie online unter

www.kreisbote.de

kk

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