Alle Hände voll zu tun

Riedener Feuerwehr kritisiert rücksichtsloses Verhalten

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Kommandant Klaus Hofer (rechts) und Vorstand Simon Schweiger (links) danken Hans-Peter Köpf für 40 Jahre aktiven Dienst  und 40-jährige Mitgliedschaft im Verein für dessen Engagement und seine Verlässlichkeit mit den Worten: „Hans-Peter, du bist ein Vorbild für die Jugend!“

Rieden a.F. – Zufrieden mit Ausbildungsstand und Einsatzbereitschaft seiner Brandbekämpfer äußerte sich jetzt Kommandant Klaus Hofer in der Jahreshauptversammlung der Riedener Feuerwehr.

So konnte im abgelaufenen Berichtsjahr auch ein ziemlich seltener Einsatz gemeistert werden: Ein „warmer“ Grummetstock (Heu der zweiten Mahd) hatte sich auf fast 100 Grad erhitzt. 

Auch über diesen Einsatz hinaus hatte die Wehr im Berichtsjahr alle Hände voll zu tun: So offenbarte der Bericht von Schriftführer Robert Huth eine umfangreiche Liste auf Vereinsbasis, bei dem auch das Kameradschaftliche nicht zu kurz kam. „Tag der offenen Tür“, Feuerwehrübungen mit Kindern, Schafkopfturnier der Vereine, Besuche bei benachbarten Vereinen bei deren Festivitäten wie Fahrzeugweihe in Hopfen oder Einweihung Feuerwehrhaus in Schwangau – es war immer etwas los. 

Er sprach auch das Problem der Teilnahme von Uniformträgern bei Beerdigungen von Vereinsmitgliedern an, die kurzfristig nicht immer möglich bzw. zumutbar seien. „Abgesehen davon, dass die Aktiven schon mehrfach im Jahr ihre Arbeitsstelle bei Alarmierungen verlassen müssen, eine Tatsache die von Arbeitgebern teilweise nicht gern gesehen werden, muss oft ein ganzer Tag Urlaub genommen werden.“ Er fügte hinzu: „Wenn ein Teilnahme in Einzelfällen nicht klappt, bitten wir dies zu akzeptieren.“ 

Freude bei Hofer

Derzeit besteht die Feuerwehr Rieden a.F. aus acht Gruppen mit insgesamt 56 Aktiven. Zur Truppe gehören acht Gruppen- und drei Zugführer, 16 Maschinisten sowie jeweils ein Gerätewart Inventar und Atemschutz. In seinem ausführlichen Bericht ließ Kommandant Klaus Hofer das vergangene Jahr Revue passieren. 

Insgesamt mussten die Wehrleute 550 ehrenamtliche Stunden bei Bränden, technischen Hilfeleistungen, Übungen und Ausbildungen ableisten. „Wieder liegt ein beeindruckendes Jahr hinter uns, in dem erfreulicherweise die geübten Einsatzstrukturen angenommen und umgesetzt wurden – das freut natürlich jeden Kommandanten“, sagte Hofer.

In seinem Bericht tauchte auch ein Einsatz auf, der seit 30 Jahren nicht mehr vorgekommen ist: Ein „warmer“ Grummetstock (Heu der zweiten Mahd) hatte sich auf fast 100 Grad erhitzt und an dessen Abkühlung mit einem Heuwehrgerät mussten über zehn Stunden gearbeitet werden. 

Die im vergangenen Jahr extremen Schneefälle lösten bei besorgten Bürgern Sorgen aus und die Feuerwehr wurde zum Dachabschaufeln gebeten, jedoch musste dazu nicht ausgedrückt werden, da die Gefahr aus statischer Sicht nicht gegeben war. Als alarmierend bezeichnete der Kommandant das teilweise rücksichtslose Verhalten einzelner Verkehrsteilnehmer bei Einsätzen und Absperrmaßnahmen. „Hier werden wir künftig aus den jeweiligen Situationen Konsequenzen ziehen, das heißt unter anderem, uneinsichtige Autofahrer zur Anzeige zu bringen.“ 

In seiner letzten Dankesrede als Bürgermeister lobte Max Streif besonders die hervorragende Führungsmannschaft, die es versteht, die aktiven und ehrenamtlich agierenden Feuerwehrmänner zu motivieren und damit einen ausgezeichneten Ausbildungsstand vorzuweisen hat. „Die Gemeinde kann stolz auf euch sein, ist doch dadurch ein hoher Sicherheitsstandard für die Bürgerinnen und Bürger garantiert.“ 

Vorstand Simon Schweiger hielt seinen Bericht relativ kurz. Er bedankte sich vor allem bei Streif, der bei den Kommunalwahlen im März nicht mehr antreten wird. „Wir profitierten von der jahrelangen guten Zusammenarbeit und ich hoffe, dass du auch nächstes Jahr trotzdem noch auf unsere Versammlung kommst“, sagte er.

ed

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