Volkshochschule will neue Halbtagskraft einstellen

Werden vhs-Kurse teurer?

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Derzeit befindet sich die Volkshochschule Füssen hier am Kaiser-Maximilians-Platz. Im Mai weiht sie aber offiziell ihre neuen Räume im Magnuspark ein.

Füssen – Die Volkshochschule (vhs) Füssen möchte ihr Personal aufstocken. Denn die Aufgaben der Volkshochschule seien in letzter Zeit immer mehr geworden, erklärte Leiterin Petra Schwartz dem Kreisbote. Zudem sei das Programm gewachsen.

„Allein können wir das nicht mehr stemmen“, so Schwartz. Deshalb möchte sie eine weitere Halbtagskraft einstellen. Im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss kam das Thema zum ersten Mal zur Sprache. Doch ein Beschluss wurde noch nicht gefasst.

Derzeit sind zwei Halbtageskräfte in der vhs Füssen beschäftigt. In den vergangenen Jahren hat die Volkshochschule ihr Programm ausgebaut, so Schwartz. „Das wird gut angenommen.“ Hinzu kommen noch Deutschkurse für Asylbewerber. Deshalb möchte die vhs-Leiterin eine dritte Halbtagesstelle über 15 bis 20 Stunden einrichten. Diese müsste entweder über einen höheren Beitrag der Kommunen und des Landkreis oder über höhere Kursgebühren finanziert werden. Derzeit zahlen die Kommunen im Altlandkreis Füssen, bis auf Seeg, 56 Cent pro Einwohner, so die vhs-Leiterin.

Zusammen mit dem Anteil des Landkreises erhalte die vhs 78 Cent pro Einwohner. Bayernweit zahlen Kommunen und Landkreise jedoch durchschnittlich 4,30 Euro pro Einwohner, informierte Schwartz. „Wir werden sehr schlecht finanziell von den Kommunen unterstützt“, so die vhs-Leiterin. Sie erhoffte sich von der jüngsten Ausschusssitzung eine klare Position der Stadt Füssen. Doch die blieb aus. Als Verwaltungsratsvorsitzender möchte Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) eine „gemeinschaftliche Lösung“ mit allen Mitgliedskommunen, wie er im Finanzausschuss erklärte. „Ich bemühe mich, dass wir den Solidaritätspakt nicht brechen“, sondern zusammen „in die Zukunft führen.“

 In den vergangenen Jahren seien die Kommunen gewachsen, allen voran Füssen. Deshalb müsse das Endgeld, „an das Wachstum angepasst werden“, so der Rathauschef. Schwartz´s Anliegen könne erst in der Zweckverbandssitzung am Mittwoch, 6. April, den Mitgliedskommunen vorgestellt werden. Wenn dort eine Lösung gefunden wurde, könne der Füssener Stadtrat darüber diskutieren.

 Dann sollte aber auch ein Vergleich mit anderen Volkshochschulen im Landkreis vorliegen, regte der SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Schaffrath an. Wenn man das tue, müsse das Thema allerdings in einer nichtöffentlichen Sitzung behandelt werden, so der Rathauschef. Währenddessen hofft Schwartz, dass das Thema erneut in einer öffentlichen Sitzung diskutiert werde. Sie fand es „schade“, dass es im Ausschuss zu keiner Willensbildung kam.

Falls die Bürgermeister der Mitgliedskommunen einer Erhöhung nicht zustimmen, müsse die vhs „einen Euro hochgehen in bestimmten Bereichen. Uns bleibt nichts anderes übrig“, so Schwartz. Diese Möglichkeit sah Iacob auch: „Es gibt bestimmte Kurse, die sind reine Freizeitkurse. Das müssen nicht die Sprachkurse sein.“

Katharina Knoll

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