Bayerns Finanzminister besucht Halblech

Gipfeltreffen im Nebel

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Mit Alphornklängen wird Finanzminister Markus Söder (4.v.l.) auf der Buchenbergalm begrüßt. Mit dabei sind Landrätin Maria Rita Zinnecker (v.r.), die stellvertretende Bezirkstagsvorsitzende Ursula Lax, Halblechs Bürgermeister Johann Gschwill und die Ostallgäuer Landtagsabgeordnete Angelika Schorer.

Halblech – Einen knappen Monat vor der Bundestagswahl am 24. September läuft auch in Füssen und Umgebung die heiße Phase des Wahlkampfes an. Zu einem „Gipfeltreffen“ auf der Buchenbergalm hatte deshalb der Ostallgäuer CSU-Kreisverband mit Bayerns Finanzminister Markus Söder eingeladen.

Trotz des widrigen Wetters begrüßten die Buchinger Julian, Vinzenz und Josef den Gast aus der Landeshauptstadt mit harmonischen Klängen auf ihren Alphörnern im südlichen Ostallgäu. Der Vorstand der Waldkörperschaft hatte Bayerns Finazminister Dr. Markus Söder durch Nebel und Regen auf den Buchenberg gelotst. Begrüßt wurde der Minister vor Ort von der heimischen CSU-Landtagsabgeordneten Angelika Schorer, Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) und Halblechs Bürgermeister Johann Gschwill (CSU) sowie Moderator Lars Schwarz. 

Gutgelaut stellte sich Söder den Fragen der zahlreich erschienen Besucher, sprach aber auch die Themen des Wahlkampfes der CSU an. Die geforderte Begrenzung der Zuwanderung und Steuersenkung, wie sie die Christsozialen fordern, erhielten erwartungsgemäß viel Beifall von den Anwesenden. Abschließend sagte Söder: „Deutschland ist nur so stark, weil es die Bayern gibt“. 

Auf die Frage eines Zuhörers, wie sich Söder seine Zukunft vorstelle, er sei doch nicht Prinz Charles, antwortete er nach kurzer Überlegung mit einem Schmunzeln. Zu einem habe er nicht dieselben Ohren vorzuweisen und zum anderen habe Ministerpräsident Horst Seehofer absolut keine Ähnlichkeit mit der Queen. 

Eine andere Frage bezog sich auf die Nachbesserung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie. Der Finanzminister machte da allerdings wenig Hoffnung. Wie allgemein bekannt, gibt es verschiedene Steuersätze. Bereits seit den 60er-Jahren hätten verschiedene Bundesfinanzminister sich an diesem Thema die Zähne ausgebissen, erinnerte der Franke. 

In puncto Gaststätten sei jedoch ein anderer Aspekt wichtig, betonte Söder: Man müsse etwas gegen das „Aussterben“ unternehmen. Die Wirtshäuser seien Dorfmittelpunkt, sozial wichtig und eine Art Kulturgut, so der Gast aus München. 

Mehr Differenzierung 

Lechbrucks Altbürgermeister Hollmann sprach das Thema Asyl an. Seine Familie betreue seit fünf Jahren eine Nigerianerin, die mit Erfolg Schule und Ausbildung abgeschlossen habe. Seit einem Jahr arbeite sie als Altenpflegerin in einem Heim. Da Nigeria aber nicht als Kriegsland eingestuft ist, müsse die Aufenthaltsgenehmigung halbjährlich verlängert werden. Söder bestätigte, dass es schwierig sei, da auf diesem Gebiet zu wenig differenziert werde. Menschen, die schon länger bei uns lebten, sollten aber mehr Unterstützung erfahren, betonte er. 

Allgemein begrüßt wurde auch der Ausbau der Breitbandversorgung. Bayern sei hier auf bestem Wege. Ebenso sei man bemüht die digitale Verwaltung voranzutreiben. Bevor sich der Minister auf die Rückfahrt vom Buchenberg begab, fragte Moderator Schwarz noch nach dem bleibenden Eindruck dieses Abends. Söder antwortete schmunzelnd: „Nebel“. Bei der Verabschiedung hofften die Gastgeber auf ein Wiedersehen und dann natürlich bei gutem Wetter, damit er die schöne Aussicht dieser Gegend auch genießen könne.

Michael Straub

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