Komplett neues Konzept in Nesselwang geplant

"Der Einkauf soll zum Erlebnis werden"

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Stoßen auf das neue Großprojekt der Firma Feneberg im Markt Nesselwang an: Konzeptbau-Geschäftsführer Hans Schneider (v.l.), Nesselwangs Bauamtsleiter Christoph Uhl, Karl-Heinz Heer, Chef der ausführenden Baufirma, Bürgermeister Franz Erhart sowie Feneberg-Geschäftsführer Christof Feneberg.

Nesselwang – „Wir freuen uns, das Feneberg in Nesselwang bleibt“, sagte Bürgermeister Franz Erhart anlässlich der Vorstellung des neuen Lebensmittel-Marktes der Kemptener in der Füssener Straße. Eröffnung der neuen Feneberg-Filiale soll voraussichtlich im Februar kommenden Jahres sein. Derzeit betreibt das Unternehmen in Nesselwang einen Markt in der Ortsmitte.

„Im Markt wird es ein neues und individuell für den Markt zugeschnittenes Konzept der Regalierung geben. Es ist kein Markt wir der andere. Wir können nicht einfach das Konzept von einem Markt auf den anderen übertragen“, sagte Geschäftsführer Christof Feneberg anlässlich des Vort-Ort-Termins auf der Baustelle. „Der Einkauf soll für den Kunden zum Erlebnis werden.“ 

Die Fläche wird von derzeit 320 Quadratmetern am jetzigen Standort in der Ortsmitte auf 800 Quadratmetern am neuen Standort anwachsen. Auch die schwierige Parkplatz-Situation soll durch 60 Stellplätze entschärft werden. Bedingt durch die Erweiterung wird auch das Sortiment erweitert. Die Post-Filiale zieht ebenfalls vom jetzigen Standort mit um. „Das Dienstleistungs-Angebot ist für uns eine sehr gute Erweiterung und die Kooperation hat sich in den letzten Jahren bewährt“, so der Geschäftsführer der Lebensmittelmarkt-Kette. 

„Der neue Markt ist nach wie vor auch fußläufig gut zu erreichen und liegt für Einheimische und Touristen verkehrsgünstig direkt an der Hauptstraße unseres Ortes. Er fügt sich zudem sehr gut in das Gelände ein“, erläuterte Bürgermeister Franz Erhart unterdessen die Vorzüge des neuen Standorts. 

Erhart ging bei der Projekt-Präsentation auch auf den bisherigen Ablauf ein. Demnach gab es bereits 2008 erste Gespräche über einen Umzug vom derzeitigen Standort in der Ortsmitte. 2014 hatte Feneberg schließlich das Grundstück in der Füssener Straße erworben und im Dezember 2015 den Bauantrag eingereicht. Der Marktgemeinderat hatte zwar anfangs eine Veränderungssperre für den neuen geplanten Standort verhängt. Nach intensiven Gesprächen mit der Kemptener Firma war diese dann aber aufgehoben worden und der Weg somit frei für den Neubau.

Eröffnung in 2020

Bei der Projektvorstellung mit dabei war auch Hans Schneider, Geschäftsführer der Firma Konzeptbau aus Kaufbeuren, dem Bauträger, der das neue Gebäude für Feneberg baut und dann an diese verpachtet. „Dieses Jahr werden wir es nicht mehr ganz schaffen. Voraussichtlicher Eröffnungstermin ist im Februar 2020“, so Schneider vorsichtig optimistisch. 

Als schwierig erwies sich der Baugrund auf dem Areal. So mussten aufgrund von Fließsand zahlreiche Bohrpfähle bis in 22 Meter Tiefe gesetzt werden. Die ausführende Firma zeigte sich laut Christof Feneberg als guter und verlässlicher Partner. Er dankte dem ebenfalls zur Projektvorstellung gekommenen Chef der Pfrontner Firma, Karl-Heinz Heer, für die Ausführung der schwierigen Baugrundstabilisierung und die weitere Vorbereitung des Bauareals. 

Von den knapp 80 Märkten des regionalen Vollsortimenters werden in den kommenden Jahren mehrere modernisiert und erweitert beziehungsweise ziehen an neue Standorte in den Orten. „Es kommen aber auch weitere hinzu“, erklärte Feneberg. Dabei soll die Zusammenarbeit mit der Firma Konzeptbau, die eine große Erfahrung von weit mehr als 200 realisierten Gebäuden in diesem Segment mitbringt, weiter ausgebaut werden. 

Etwa sechs oder sieben Märkte befinden sich im Besitz der Familie Feneberg, der Rest des Filialnetzes ist gepachtet. Das Filialnetz reicht vom Bodensee im Westen bis nach Garmisch im Osten und von Ulm im Norden bis ins Kleinwalsertal im Süden. 

Pfronten in der Schwebe

Angesprochen auf die Situation im Nachbarort Pfronten, wo seit mehreren Jahren bereits ein Umzug geplant ist und immer wieder verschoben wurde, berichtete Christof Feneberg zurückhaltend von Fortschritten. „Wir bewegen uns vorwärts.“ Der Standort in der Allgäuer Straße bleibe aber noch eine ganze Zeit erhalten, werde aber mittelfristig von dort wegziehen. Der Pachtvertrag, der in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres auslaufe, sei nach Gesprächen mit dem Vermieter noch verlängert worden. „Ich möchte noch nicht zu viel verraten“, sagte Feneberg. „Aber eine Lösung ist in Sicht.“

Das Grundstück in der Meilinger Straße, das ursprünglich für den neuen Markt vorgesehen war, sei mittlerweile an die BSG Allgäu (Bau- und Siedlungsgenossenschaft) aus Kempten veräußert worden. Der Neubau scheiterte am zum Teil massiven Widerstand der Anrainer und einer Bürgerinitiative, die eine zu hohe Lärmbelastung auch für das direkt angrenzende Pflegeheim durch den Liefer- und Kundenverkehr befürchteten.

hoe

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