"Ein brennendes Thema"

Flächen für "Allgäuer Dorf": Wirtschaftsbeiratsvorsitzender appelliert an Stadtverwaltung

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Begehrte Grünfläche: Auf dem einst für das „Allgäuer Dorf“ vorgesehenen Gelände sollen Mitwohnungen und Gewerbeflächen entstehen.

Füssen – Nach der SPD-Fraktion im Stadtrat hat jetzt auch Wirtschaftsbeiratsvorsitzender Klaus Zettlmeier die Stadtverwaltung aufgefordert, schnellstmöglich ein Bebauungsplanverfahren für die ehemaligen Flächen des „Allgäuer Dorfs“ in die Wege zu leiten. 

„Es gibt konkrete Anfragen aus dem Gewerbe und dem Wohnungsbau“, machte Zettelmeier vergangene Woche in der jüngsten Sitzung des Stadtrats deutlich. Die Fläche biete ein enormes Potenzial zur weiteren Entwicklung.

Rund acht Hektar groß ist die Fläche zwischen B16 und B310, auf der einst die Touristenattraktion „Allgäuer Dorf“ entstehen sollte. Das großflächige Areal ist eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten für die Stadt, in der Fläche zu wachsen und ein weiteres Gewerbe- und Baugebiet auszuweisen. 

Bereits im Februar ließ Bürgermeister Paul iacob (SPD) im Gespräch mit demKreisbote daher durchblicken, dass er sich dort eine Mischung aus (bezahlbaren) Mietwohnungen und Gewerbe vorstellen könne. Es gebe auch bereits konkrete Anfragen dafür, berichtete er seinerzeit. Seitdem war es aber wieder still geworden um das Thema. Bis vorvergangene Woche die Stadtratsfraktion der SPD das Thema wider aufgriff und die Aufstellung eines Bebauungsplans für die Flächen forderte (der Kreisbote berichtete). 

Dem schloss sich Wirtschaftsbeiratsvorsitzender Klaus Zettlmeier jetzt an. „Die Vorstellungen der SPD decken sich mit meinen – obwohl wir uns nicht abgesprochen haben“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Stadtrates in der vergangenen Woche. Da es bereits konkrete Anfragen sowohl für die Ansiedlung von Gewerbe als auch für den Bau von Mietwohnungen gebe, sollte die Stadtverwaltung das Thema „schnellstmöglich angehen“, so sein Appell. „Das ist ein brennendes Thema.“ 

Angesichts der großen Bedeutung der Flächen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, schlug er die Gründung eines Arbeitskreises (AK) vor. Denkbar wäre beispielsweise ein städteplanerischer Wettbewerb, der Bau eines Heizkraftwerkes und die Berufung eines Quartiersmanagers. „Da gehört für mich ein Wettbewerb durchgeführt“, betonte der Beiratsvorsitzende. Die an einer Ansiedlung interessierten Firmen böten ebenfalls eine große Chance für die Stadt. Ohne Namen zu nennen, sagte Zettlmeier: „Da kommen echt interessante Firmen, die es hier noch nicht gibt!“

mm

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