Jazz, Pop und Rock

Florian Dohrmann eröffnet die Füssener Kaisersaalkonzerte

Florian Dohrmann mit Band
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Florian Dohrmann (links) gastiert mit seinem neuen Projekt „Blank Page – New Impressions of Debussy“ am kommenden Freitag in Füssen.

Füssen – Die niedrigen Inzidenz-Werte machen es möglich: Mit dem Auftritt des Jazzquartett um Florian Dohrmann beginnt am kommenden Freitag, 11. Juni, die Konzertsaison im Kaisersaal. Jeweils um 18 und 20 Uhr will Florian Dohrmann mit seinem neuen Sparten übergreifenden Jazzprojekt „Blank Page – New Impressions of Debussy“ mit zwei Konzerten das Füssener Publikum begeistern. Dieses erwartet frische, kreative und abwechslungsreiche Musik, die vom impressionistischen Komponisten Claud Debussy inspiriert ist und zwischen Jazz, Pop, rockigen Anklängen und der klassischen Vorlage schwingt.

Nach 20 erfolgreichen Jahren mit dem „David Orlowsky Trio“ – mit dem er auch in Füssen zu hören war – , zwei Echo- Klassik-Preisen und zahlreichen Konzerten im In- und Ausland bei renommierten Festivals und Konzerthäusern kehrt Florian Dohrmann nun zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert mit „Blank Page – New Impressions of Debussy“ sein neuestes spartenübergreifendes Jazz-Projekt.

Inspiriert durch die Musik des Impressionisten Claude Debussy, dieses wichtigen Wegbereiters der Moderne, haben Florian Dohrmann und Joachim Staudt neue Werke und Arrangements geschaffen. Unvoreingenommen und ohne Denkverbote ist die leere Seite, „blank page“, der Ausgangspunkt, um aus Motiven und Harmonien Debussys Neues entstehen zu lassen. Mal als deutliche Reminiszenz, mal so weit entfernt, dass man 100 Jahre nach Debussys Tod nur noch seinen Geist zu spüren vermeint.

Informativ und spannend führt Florian Dohrmann durch das Programm. Er erklärt, wie es zu den Arrangements kam und welche Auswirkung Debussy auf den Jazz hatte. So lässt er ein Bild der Persönlichkeit und des Einflusses dieses großen französischen Komponisten entstehen.

Frisch und kreativ

Die Entscheidung, eine Gitarre als Harmonieinstrument zu besetzen, eröffnet neue Wege und Freiheiten für die Interpretation und Umgestaltung. Das Ergebnis ist eine frische, kreative und abwechslungsreiche Musik, deren Pendel zwischen Jazz, Pop, rockigen Anklängen und der klassischen Vorlage schwingt und die unterschiedlichen Hintergründe der Musiker widerspiegelt.

So lässt Joachim Staudt (Altsaxophon, Bassklarinette) in seinen Arrangements und Neukompositionen seine Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit der Ska-Legende Rico Rodriguez und der Band „Soulfood international“ einfließen. Christoph Neuhaus veredelt die Musik mit seinen geschmackvollen Soli und seinem außergewöhnlichen Gitarren-Sound, während Lars Binder (Schlagzeug) rhythmische Fundament legt und inspirierende Impulse setzt.

Traum-Besetzung

Für den Kontrabassisten Florian Dohrmann, Bandleader und Initiator des Projektes, ist das eine Traum-Besetzung, die seinem ruhigen und warmen Bass-Spiel den Raum zur Entfaltung gibt und die seine Arrangements im Geiste Debussys umsetzt.

Achille-Claude Debussy verstarb am 25. März 1918 in Paris. Auf der Weltausstellung in Paris 1889 hört Debussy fasziniert exotische Klänge aus dem asiatischen Raum wie die indonesische Gamelanmusik. Diese Begegnung mit fremden Kulturen und deren Klangideal prägt seinen Kompositionsstil. Aus Pentatonik, Ganztonleiter und Auflösung der Funktionsharmonik entwickelt er seine sphärischen Klangbilder. Ohne Debussys aus den unterschiedlichsten Kulturen schöpfendem musikalischen Impressionismus wäre die pianistische Tonsprache eines Bill Evans schwer vorstellbar.

Das nächste Konzert im Rahmen der „Kaisersaalkonzerte“ ist für den 26. Juni geplant. Auftreten sollen Julius Berger und Pierre Laurent Aimard.

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